Blitzer-Marathon im April: Darauf sollten Autofahrer jetzt unbedingt achten

Es ist wieder so weit: In der Woche vom 13. bis zum 19. April findet in ganz Deutschland erneut der sogenannte Blitzer-Marathon statt. Für viele Autofahrer bedeutet das eine Woche mit deutlich erhöhten Geschwindigkeitskontrollen – und für manche leider auch teure Überraschungen.
Doch was steckt eigentlich genau dahinter? Wo wird kontrolliert? Und wie kann man sich am besten darauf vorbereiten, ohne in die Radar-Falle zu tappen?
Was ist der Blitzer-Marathon überhaupt?
Der Blitzer-Marathon ist eine groß angelegte Verkehrssicherheitsaktion, bei der Polizei und Ordnungsbehörden bundesweit verstärkt Geschwindigkeitskontrollen durchführen.
Ziel ist es nicht nur, Temposünder zu erwischen, sondern vor allem:
- das Bewusstsein für Geschwindigkeit im Straßenverkehr zu schärfen
- Unfälle zu reduzieren
- besonders gefährliche Strecken zu überwachen
Gerade an bekannten Unfallstellen, vor Schulen, Kindergärten oder auf Landstraßen wird besonders intensiv kontrolliert.
Wo wird geblitzt?
Während des Aktionszeitraums kann es überall zu Kontrollen kommen. Typische Hotspots sind:
- Innerorts (30er-Zonen, Schulwege)
- Landstraßen mit hoher Unfallrate
- Autobahnbaustellen
- Ein- und Ausfahrten von Städten
Viele Bundesländer veröffentlichen im Vorfeld sogar teilweise die geplanten Kontrollstellen – allerdings längst nicht alle. Es gilt also: Jederzeit aufmerksam bleiben.
Warum der Blitzer-Marathon ernst genommen werden sollte
Viele Autofahrer denken: „Ich fahre ja meistens ordentlich.“
Doch genau hier liegt das Problem.
Oft passieren Verstöße nicht absichtlich, sondern:
- ein kurzer Moment der Unachtsamkeit
- ein zu starkes Beschleunigen beim Überholen
- ein „leichtes“ Überschreiten von 10–15 km/h
Gerade während des Blitzer-Marathons wird aber konsequent kontrolliert – ohne Toleranz für „kleine Ausnahmen“.
Und das kann schnell teuer werden:
- Bereits ab 21 km/h zu schnell drohen Punkte in Flensburg
- Ab 26 km/h innerorts kann es sogar zu einem Fahrverbot kommen
- Wiederholungstäter werden besonders streng sanktioniert
Moderne Technik macht es schwer, unentdeckt zu bleiben
Die Zeiten von „einmal kurz vom Gas gehen und weiterfahren“ sind längst vorbei.
Zum Einsatz kommen unter anderem:
- mobile Blitzer
- stationäre Anlagen
- Laser-Messgeräte
- zivile Polizeifahrzeuge mit Messtechnik
Teilweise wird auch aus fahrenden Autos heraus gemessen – völlig unauffällig.
Darf man sich überhaupt vor Blitzern warnen lassen?
Eine wichtige Frage, die sich viele stellen:
Blitzer-Apps sind während der Fahrt in Deutschland verboten.
Das bedeutet konkret:
- Apps auf dem Smartphone dürfen nicht aktiv genutzt werden
- Auch Navigationsgeräte mit aktivierter Blitzerwarnung sind problematisch
- Selbst Beifahrer dürfen den Fahrer aktiv nicht warnen, wenn es über technische Systeme geschieht
Wer erwischt wird, riskiert ein Bußgeld.
So schützt du dich am besten vor Strafen
Die beste und gleichzeitig einfachste Methode ist auch die effektivste:
Halte dich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen.
Zusätzlich helfen dir diese Tipps:
- Tempolimits bewusst wahrnehmen (besonders bei Wechseln)
- Auf Verkehrsschilder achten – nicht nur auf den Verkehr
- Tempomat nutzen, wenn möglich
- Besonders vorsichtig in unbekannten Gebieten fahren
- In Baustellen Geschwindigkeit strikt einhalten
Der eigentliche Sinn: Mehr Sicherheit
Auch wenn viele den Blitzer-Marathon kritisch sehen:
Der Hintergrund ist ein sinnvoller.
Zu hohe Geschwindigkeit gehört nach wie vor zu den häufigsten Ursachen für schwere Verkehrsunfälle in Deutschland.
Jede reduzierte Geschwindigkeit kann im Ernstfall:
- Leben retten
- Unfallfolgen deutlich minimieren
- Reaktionszeiten verbessern
Fazit: Lieber vorsichtig als teuer
Der Blitzer-Marathon ist keine „Abzocke“, sondern eine gezielte Maßnahme für mehr Sicherheit im Straßenverkehr.
Für dich als Autofahrer bedeutet das:
- Eine Woche lang besonders aufmerksam fahren
- Geschwindigkeiten konsequent einhalten
- Keine Experimente mit Blitzer-Apps
Denn am Ende gilt:
Ein paar Sekunden schneller sind es nie wert, ein Bußgeld oder Punkte zu riskieren – oder im schlimmsten Fall einen Unfall zu verursachen.

