BlackRock investiert elf Milliarden Dollar in Aramco-Gasprojekt – Saudi-Arabien wirbt um mehr Auslandskapital
Saudi Aramco hat einen 20-Jahres-Deal mit einem Konsortium um Global Infrastructure Partners (GIP) geschlossen, das seit 2023 zu BlackRock gehört. Für 11 Milliarden US-Dollar übernimmt die Investorengruppe Gasverarbeitungsanlagen im Jafurah-Becken und vermietet diese im Rahmen eines Sale-and-Lease-Back an Aramco zurück. Eine neue Tochtergesellschaft, die Jafurah Midstream Gas Company, wird die Assets halten – Aramco behält 51 Prozent, GIP und Co-Investoren 49 Prozent.
Mit dem Geschäft setzt der saudische Staatskonzern seine Strategie fort, ausländische Investoren ins Land zu holen. Im ersten Quartal 2025 flossen laut vorläufigen Regierungsdaten 6,4 Milliarden Dollar an ausländischem Direktkapital in das Königreich – 24 Prozent mehr als im Vorjahr. Dennoch bleibt der Zufluss außerhalb des Energiesektors verhalten: 2024 gingen die Gesamtzuflüsse um 19 Prozent auf 20,7 Milliarden Dollar zurück, den niedrigsten Stand seit 2020.
Das Jafurah-Becken gilt mit geschätzten 229 Billionen Standardkubikfuß Rohgas als eines der größten Erdgasvorkommen Saudi-Arabiens. Ab Ende dieses Jahres soll die Förderung starten, um den heimischen Energiebedarf mit Gas zu decken und mehr Rohöl für den Export freizusetzen. Aramco-CEO Amin Nasser betonte, das Engagement internationaler Investoren unterstreiche die Attraktivität der langfristigen Konzernstrategie.
Die Transaktion knüpft an frühere Geschäfte zwischen BlackRock und Aramco an: Bereits Ende 2021 führte der US-Vermögensverwalter ein Konsortium bei einem 15,5 Milliarden Dollar schweren Pipeline-Leasing. Nasser sitzt seit Juli 2023 im Aufsichtsrat von BlackRock.


