Bitcoin unter Druck: Miner verkaufen 32.000 BTC in nur drei Monaten

Etwa 20 % der Bitcoin-Mining-Industrie arbeitet derzeit mit Verlusten. Diese Tatsache erklärt einen Großteil der Entwicklungen im Sektor zu Beginn des Jahres 2026, da börsennotierte Miner gezwungen sind, ihre Bestände zu verkaufen, um ihre Betriebskosten zu decken.
Gewinnmargen stark unter Druck
Der Hashpreis, also die täglichen Einnahmen eines Miners pro Einheit Rechenleistung, ist seit Juli 2025 rückläufig. Laut Daten von Hashrate Index liegt er derzeit bei etwa $33 pro Petahash pro Sekunde und Tag. Der Break-even-Punkt für viele Miner, insbesondere jene mit älteren Maschinen, liegt bei etwa $35. Diese Differenz, so gering sie auch erscheinen mag, drängt einen erheblichen Teil der Branche in die Verlustzone.
Große börsennotierte Miner wie MARA, CleanSpark, Riot, Cango, Core Scientific und Bitdeer haben in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 insgesamt mehr als 32.000 BTC verkauft, wie aus einem Bericht von TheEnergyMag hervorgeht.
Diese Zahl übertrifft alles, was dieselben Unternehmen im gesamten Jahr 2025 verkauft haben, und übersteigt den bisherigen Quartalsrekord von etwa 20.000 BTC, der im zweiten Quartal 2022 aufgestellt wurde, als der Zusammenbruch des Terra-Luna-Ökosystems die Märkte erschütterte.
Drei Faktoren haben die Miner zu diesem Rekordverkauf getrieben: ein steigender Netzwerk-Hashrate, der den Wettbewerb verschärft hat, reduzierte Blockbelohnungen nach der letzten Halbierung und allgemeine wirtschaftliche Gegenwinde, die den Bitcoin-Preis unter Druck gehalten haben.
Miner-Reserven schwinden seit Jahren
Die Verkäufe im ersten Quartal 2026 kamen nicht überraschend. Daten von CryptoQuant zeigen, dass die Gesamtmenge an Bitcoin, die von Minern gehalten wird, seit 2023 kontinuierlich abnimmt. Ende 2023 hielten Miner insgesamt mehr als 1,86 Millionen BTC. Diese Zahl ist inzwischen auf etwa 1,8 Millionen gesunken. Der Trend ist langsam, aber stetig, und die Rekordverkäufe im ersten Quartal könnten ihn weiter beschleunigt haben.
Der Vermögensverwalter CoinShares warnte in seinem Bitcoin Mining Report für das erste Quartal 2026, dass weitere Schwierigkeiten bevorstehen könnten. Betreiber mit höheren Kosten sollten mit einer fortgesetzten Kapitulation in der ersten Jahreshälfte rechnen, es sei denn, der Bitcoin-Preis erholt sich signifikant.
Während Miner verkaufen, treten Unternehmenskäufer in die entgegengesetzte Richtung. Strategy, das größte Bitcoin-Treasury-Unternehmen nach Beständen, hat seine Position weiter ausgebaut. Mitbegründer Michael Saylor deutete kürzlich an, dass ein weiterer Kauf bevorsteht, indem er die BTC-Erwerbshistorie des Unternehmens teilte — ein Signal, das seine Anhänger als nahezu sichere Ankündigung eines bevorstehenden Kaufs interpretieren.

