Bitcoin-Markt erlebt nervenaufreibende Achterbahnfahrt

Nach einem spektakulären Kurssturz in den vergangenen Tagen hat der Bitcoin am Freitag eine außergewöhnliche Erholungsbewegung gezeigt. Aktuell notierte die Kryptowährung fast bei 71.000 US-Dollar. Noch am Morgen befand sich der Kurs knapp unter der 60.000-Dollar-Marke und damit auf dem niedrigsten Stand seit Oktober 2024.
Der Krypto-Experte Timo Emden von Emden Research beschreibt die Situation als eine Jagd der Preisjäger, die für einen vorübergehenden Stimmungswechsel sorgen. Diese Erholung fügt sich in eine Abfolge von "Crashs auf Raten" ein, bei denen heftige Abverkäufe und technische Gegenbewegungen im Wechsel auftreten, ohne dass die grundlegenden Unsicherheiten behoben wären. Anleger sollten weiterhin wachsam bleiben, denn ein glaubwürdiger Stimmungswechsel erfordert mehr als bloße Hoffnung, so Emden. Notwendig seien handfeste Beweise dafür, dass der Markt diese Einschnitte tatsächlich bewältigen könne.
Seit Ende Januar hat der Bitcoin einen Wertverfall erlebt, bei dem der Kurs um bis zu 30.000 Dollar fiel. Laut Analyst Jonathan Osswald von der DZ Bank war diese Abwärtsbewegung nicht durch ein singuläres Ereignis bedingt. Vielmehr trug das Zusammenspiel mehrerer Faktoren zum Verkaufsdruck bei, darunter die abnehmende Nachfrage von institutioneller Seite. Zusätzlich verstärkten eine allgemeine Anlegerunsicherheit sowie die Hebelwirkung von Derivatgeschäften den Kursverfall.
Seit dem Rekordhoch im vergangenen Oktober bei rund 126.000 Dollar hat sich der Bitcoin-Kurs zwischenzeitlich halbiert. Am Donnerstag erlebte der Markt einen weiteren signifikanten Einbruch von über 13 Prozent, wie aus den Daten der Finanznachrichtenagentur Bloomberg hervorgeht. Dies entspricht dem größten Tagesverlust seit November 2022. Solche drastischen Bewegungen sind in der Geschichte der Kryptowährung nicht unbekannt und unterstreichen die erheblichen Risiken, die der Erwerb von Bitcoin mit sich bringt.

