Besserer Schutz für Pflegekräfte in häuslicher Betreuung: Katrin Staffler setzt sich für Reformen ein
Die Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Katrin Staffler, hat ihre Absicht bekräftigt, die rechtlichen Rahmenbedingungen für Betreuungskräfte, die in Privathaushalten pflegebedürftiger Personen leben, zu verbessern. Diese sogenannten 24-Stunden-Kräfte arbeiten oft unter unklaren rechtlichen Bedingungen, insbesondere hinsichtlich ihrer Arbeitszeiten.
Staffler betonte in einem Interview mit dem Portal „Table.Briefings“, dass es entscheidend sei, Familien, die auf diese Betreuungsform angewiesen sind, eine klare rechtliche Grundlage zu bieten. Etwa 300.000 Haushalte in Deutschland sind von diesem Thema betroffen, wobei genaue Zahlen derzeit nicht vorliegen.
In der vergangenen Woche hat Staffler bereits erste Gespräche zu möglichen Verbesserungen geführt, um den gesetzlichen Schutz für diese Arbeitskräfte zu stärken. Staffler, die seit Ende Mai als Pflegebevollmächtigte im Amt ist, schließt auch künftige Beitragserhöhungen in der Pflegeversicherung nicht aus.
Sie möchte jedoch der geplanten Reformkommission nicht vorgreifen, indem sie vorschnelle Aussagen trifft. Ihr Fokus liegt darauf, konkrete Arbeitspläne zu entwickeln, die pragmatisch und zukunftsorientiert sind. Weitere Problembeschreibungen hält sie für überflüssig, was es jetzt braucht, seien gezielte Lösungsschritte.

