Berlin plant umfassende Sicherheitsmaßnahmen für Stromnetz
Nach einem mehrtägigen Stromausfall plant Berlin, die Sicherheitsvorkehrungen für die kritische Infrastruktur der Hauptstadt erheblich zu verstärken. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat angekündigt, dass kurzfristige Maßnahmen ergriffen werden sollen, um die Schutzmechanismen gegen Angriffe auf zentrale Stellen der Infrastruktur zu verbessern. Wegner betonte die Dringlichkeit dieser Pläne: "Wir werden unverzüglich prüfen, wie wir besonders gefährdete Bereiche unserer kritischen Infrastruktur zügiger absichern können."
Das ambitionierte Ziel des Senats ist es, den gesamten überirdischen Teil des Berliner Stromnetzes, der aktuell nur ein Prozent des insgesamt 35.000 Kilometer langen Netzwerks ausmacht, vollständig mit Videokameras zu überwachen. Franziska Giffey (SPD), die Wirtschaftssenatorin mit Verantwortung für den Energie-Sektor, erklärte, dass bereits jetzt drei Viertel dieser Leitungen durch Kameras überwacht werden.
Allerdings wies Bürgermeister Wegner darauf hin, dass der Schutz der Infrastruktur nicht alleinige Aufgabe Berlins sei. Hierüber habe er auch mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gesprochen, um die Notwendigkeit eines intensiven Austausches zwischen den Bundesländern und deren Zusammenarbeit zu unterstreichen.

