Bericht: Tausende Uiguren unter Zwang in chinesischen Fabriken

29. Mai 2025, 11:15 Uhr · Quelle: dts Nachrichtenagentur
Chinas Behörden schicken jährlich Zehntausende Uiguren unter schlechten Bedingungen und mutmaßlich unter Zwang in Fabriken fern ihrer Heimat. Eine Untersuchung zeigt, dass internationale Lieferungen aus diesen Werken weltweit verteilt werden, während die chinesische Regierung die Vorwürfe als unwahr bezeichnet.

Peking - Chinas Behörden sollen Medienberichten zufolge jedes Jahr Zehntausende Uiguren zum Arbeitseinsatz in Fabriken fern ihrer Heimatregion Xinjiang schicken - vielfach zu schlechten Bedingungen und mutmaßlich unter Zwang.

Nach einer gemeinsamen Recherche berichten der "Spiegel", die "New York Times" und das Londoner "The Bureau of Investigative Journalism" über 75 Werke in elf Provinzen, in denen Angehörige der muslimischen Minderheit arbeiten müssen. Dazu wurden Berichte aus Parteizeitungen gesichtet, Statistiken der Provinzbehörden ausgewertet, vor allem aber Zehntausende Videos auf Douyin analysiert, der chinesischen Version von Tiktok. Zwei Dutzend der Werke haben der "Spiegel" und seine Partner vor Ort besucht.

Die Produkte aus den Fabriken landen in Europa, den Vereinigten Staaten, der ganzen Welt. Mehr als 145.000 internationale Lieferungen aus den Fabriken konnten die Medien nach eigenen Angaben anhand von Zolldatenbanken nachvollziehen.

Der deutsche Anthropologe Adrian Zenz, der seit Jahren zur Unterdrückung in Xinjiang forscht, geht von jährlich etwa 38.000 Überstellungen uigurischer Arbeiter in andere Provinzen aus. "Mein Eindruck ist, dass die Zahlen zunehmen. 2018 waren es noch etwa 27.600 Fälle."

Ein Expertengremium der Internationalen Arbeitsorganisation der Uno (ILO) stellte fest, "dass die Beschäftigungssituation der Uiguren und anderer muslimischer Minderheiten in China zahlreiche Hinweise auf Zwangsmaßnahmen enthält". Es gebe Indikatoren für eine "Arbeitsvermittlungspolitik", die "Maßnahmen vorsieht, die die freie Wahl des Arbeitsplatzes stark einschränken".

Die chinesische Botschaft in Washington teilte dazu schriftlich mit: "Die Xinjiang-Frage ist überhaupt keine Menschenrechtsfrage, sondern im Wesentlichen eine Frage der Bekämpfung von gewalttätigem Terrorismus und Separatismus." Beim Vorwurf der Zwangsarbeit handle es sich um "nichts als bösartige Lügen, die von antichinesischen Kräften erfunden wurden".

Wirtschaft / China / Kriminalität / Unternehmen / Industrie
29.05.2025 · 11:15 Uhr
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