Bayer-Aktien: Zwischen Studie und Spekulation
Die Bayer-Aktien sehen sich erneut turbulenten Zeiten gegenüber. Nach einem Rückschlag in der Produktentwicklung verlor der Kurs zu Wochenbeginn um bis zu ein Prozent. Auslöser war das Verfehlen des primären Endpunkts in einer Phase-III-Studie mit dem Wirkstoff Vericiguat, einem Kandidaten zur Behandlung chronischer Herzinsuffizienz. Trotz der anfänglichen Verluste stabilisierte sich die Aktie schließlich in einem insgesamt positiven Marktumfeld und verringerte ihr Minus auf 0,4 Prozent.
Seit einem Zwischentief Anfang August hatten sich die Papiere des Agrarchemie- und Pharmakonzerns in der Spitze um nahezu 17 Prozent erholt, bevor Gewinnmitnahmen spekulativer Investoren die jüngste Erholungsrallye abkühlten. Der jüngste Studienrückschlag dämpfte die Stimmung, doch das übergeordnete Nutzen-Risiko-Profil von Vericiguat, speziell bei Patienten nach kürzlichen Herzinsuffizienzereignissen, bleibt positiv.
Abseits der klinischen Daten sorgt eine andere Nachricht aus den USA für Auftrieb. Die Unterstützung der US-Regierung für das umstrittene Pflanzenschutzmittel Glyphosat bleibt bestehen, entgegen anderslautender Befürchtungen und ohne zusätzliche Einschränkungen. Eine ähnliche Meldung hatte die "New York Times" bereits im August verbreitet. Ein Händler merkte an, dass diese regulatorische Bestätigung einen größeren Einfluss auf das Marktgeschehen hat als die jüngsten Studiendaten.

