BASF plant Verlagerung von Arbeitsplätzen: Standort Berlin wird angepasst

Der Chemiekonzern BASF plant eine Verkleinerung seines Standorts in Berlin, indem er Stellen an einen neu geplanten globalen Hub in Indien verlagert. Diese Maßnahme ist Teil eines umfassenden Transformationsprozesses, der darauf abzielt, das Dienstleistungsportfolio klarer zu definieren sowie durch Standardisierung und Automatisierung die Kostenstruktur zu optimieren. Der Plan umfasst die Verlagerung der Geschäftsbereiche Finanzen, Personal und globale Geschäftsdienstleistungen nach Indien. In Berlin sollen hingegen weiterhin Abteilungen bestehen bleiben, die auf regionaler Ebene sinnvoll zusammengefasst werden können. Konkrete Details zu den betroffenen Bereichen sowie zur Anzahl der betroffenen Stellen sind bislang nicht bekannt.
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, äußerte Besorgnis über die Ankündigung und hob hervor, dass Berlin sich über Jahrzehnte als stabiler und innovationsfreundlicher Wirtschaftsstandort für BASF etabliert habe. Er forderte eine transparente Kommunikation seitens des Unternehmens und betonte die Notwendigkeit eines sozialverträglichen Umgangs mit den Mitarbeitenden.
Die Gewerkschaft IG BCE übte scharfe Kritik an der Entscheidung und bezeichnete sie als verantwortungslos. Laut Michael Vassiliadis, Vorsitzender der Gewerkschaft, gefährdet diese Maßnahme ein tarifliches Vorzeigeprojekt, das in der Hauptstadt zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen habe. Auch die Betriebsratsvorsitzende Stephanie Albrecht-Suliak äußerte sich kritisch und betonte die unzureichende Berücksichtigung des Heimatstandorts im Vergleich zu Investitionen in Asien.

