Auto1 zieht mit ambitionierter Gewinnprognose die Aufmerksamkeit der Märkte auf sich
Der Gebrauchtwagenhändler Auto1 hat seine Gewinnprognose für das Jahr 2025 nach oben korrigiert und setzt damit ein starkes Zeichen auf dem Markt. Unternehmenschef Christian Bertermann verkündete, dass Auto1 einen bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 160 bis 190 Millionen Euro anstrebt – ein Anstieg um 10 Millionen Euro im Vergleich zu den bisherigen Erwartungen. Diese positive Anpassung reflektiert eine zunehmende Zuversicht im Hinblick auf den Absatz.
Nach dieser Bekanntmachung erlebte die Auto1-Aktie ein Auf und Ab. Nachdem die Märkte eröffnet hatten, legte der Kurs zunächst um fast 6 Prozent zu, bevor er durch Gewinnmitnahmen in die Verlustzone gedrückt wurde. Doch am Nachmittag zeigte sich die Aktie an der MDax-Spitze mit einem Plus von 4,6 Prozent. Bisher hat der Kurs in diesem Jahr um fast zwei Drittel zugelegt, was die wachsende Zuversicht in die Profitabilität von Auto1 widerspiegelt. Analyst Marcus Diebel von JPMorgan bezeichnete die Strategie als volumengetriebene Prognoseerhöhung und lobte das überzeugende Geschäftsmodell sowie die Kontrolle über Investitionen.
Das Unternehmen konnte im zweiten Quartal einen Umsatzanstieg von fast 30 Prozent auf 1,97 Milliarden Euro verzeichnen, was auf höhere Verkaufszahlen und Preise zurückzuführen ist. Auch die Profitspanne je Fahrzeug konnte verbessert werden, sodass das operative Ergebnis auf 42,3 Millionen Euro, und damit mehr als doppelt so hoch wie zuvor, kletterte. Diese Entwicklungen übertrafen die Erwartungen der Analysten, die in Bezug auf die Gewinnprognose bereits im Vorfeld etwas optimistischer waren.
Christian Bertermann, der Vorstandsvorsitzende von Auto1, hob den Rekordumsatz im zweiten Quartal hervor und betonte das starke Wachstum in allen Geschäftsbereichen. Besonders stolz ist das Unternehmen auf einen Anstieg der Verkäufe über die Plattform Autohero, dem Direktvertriebskanal für Privatkunden, um 35 Prozent im Jahresvergleich. Der Großteil des Absatzes und des Bruttogewinns stammt jedoch weiterhin aus dem Handel mit professionellen Autohändlern.
Für das Gesamtjahr plant Auto1, zwischen 772.000 und 817.000 Fahrzeuge zu verkaufen, was eine Erhöhung gegenüber der bisherigen Prognose von 735.000 bis 795.000 Fahrzeugen darstellt. Beide Geschäftsfelder des Unternehmens scheinen gut aufgestellt, um die gesetzten Ziele zu erreichen.

