Aufstockung der EU-Militäroperation "Aspides" im Roten Meer in Aussicht
Deutschland und Österreich zeigen sich angesichts der jüngsten Angriffe der Huthi-Miliz auf Handelsschiffe offen für eine Verstärkung der EU-Militäroperation "Aspides" im Roten Meer. "Die EU-Operation Aspides hat in einem herausfordernden Umfeld schnell Erfolge gezeigt", erklärte Außenminister Johann Wadephul (CDU) auf einem Treffen mit Gideon Saar, seinem israelischen Kollegen, sowie der österreichischen Außenministerin Beate Meinl-Reisinger in Wien. Wadephul betonte, dass es nun an den militärischen Beratern liege, Empfehlungen auszusprechen, inwiefern Anpassungen oder Verstärkungen notwendig seien.
Der CDU-Politiker verurteilte die jüngsten Angriffe der jemenitischen Miliz auf das Schärfste und machte deutlich, dass der Iran aufgefordert sei, seinen Einfluss auf die Huthis geltend zu machen, um die Störungen der zivilen Schifffahrt und die Gefährdung unschuldiger Seeleute zu beenden. Der Schutz der Handels- und Seewege bleibt ein wesentlicher Bestandteil der wirtschaftlichen Sicherheit.
Österreichs Außenministerin Meinl-Reisinger bekräftigte, dass die Sicherheit der Durchfahrt im Roten Meer im elementaren Interesse Europas liege. Österreich beteiligt sich mit Stabsoffizieren an der EU-Operation und zeigt sich offen für Gespräche über notwendige Anpassungen, was nun in den Händen der militärischen Berater liege.
Unter der Operation "Aspides" sind derzeit etwa 30 Bundeswehrsoldaten im Einsatz, die unter anderem für die Luftraumüberwachung und als Stabspersonal in Larissa, Griechenland, sowie auf dem Führungsschiff der Operation tätig sind.

