Auf der Intertabac: Zoll deckt massiven Steuerverstoß auf
Beim diesjährigen Branchentreffen der Tabakindustrie, der Intertabac, ist der Zoll auf umfassende Steuervergehen gestoßen. Die Anzahl der Aussteller, die unversteuerte Ware präsentiert haben, überstieg deutlich die Erwartungen und übertraf damit die Vergehen der Vorjahre erheblich. Insgesamt 22 Aussteller gerieten ins Visier des Zolls, eine markante Steigerung im Vergleich zu den fünf Fällen aus dem Jahr 2019.
Unter den nicht versteuerten Produkten fanden sich sowohl klassische Zigaretten als auch Feinschnitt-Tabak sowie moderne E-Zigaretten und ihre Liquids. Diese Verfehlungen riefen die Einleitung von Strafverfahren wegen Steuerhehlerei nach sich, und es wurden Sicherheitsleistungen in Höhe von insgesamt rund 59.000 Euro eingefordert.
Zwei weitere Aussteller sahen sich Ordnungswidrigkeitsverfahren gegenüber, da sie zwar Steuerzeichen erworben, diese jedoch nicht angebracht hatten. Die Intertabac, die jährlich rund 800 Aussteller anzieht, bietet eine Plattform zur Präsentation von Produkten, die sich um das Thema Rauchen und Inhalieren drehen. Die diesjährigen Ereignisse werfen allerdings ein Schatten auf die Messe, bei der sich eine Vielzahl von Ausstellenden einer erhöhten Kontrolle durch den Zoll stellen musste.

