Astra Zeneca kritisiert geplante Kürzungen im Gesundheitssystem

21. April 2026, 15:37 Uhr · Quelle: dts Nachrichtenagentur
Vertrag zwischen EU und Astrazeneca (Archiv)
via dts Nachrichtenagentur
Vertrag zwischen EU und Astrazeneca (Archiv)
Der Pharmakonzern Astra Zeneca stoppt neue Medikamente in Deutschland wegen Sparplänen, was Innovationen und Arbeitsplätze gefährden könnte.

Cambridge - Der britische Hersteller Astra Zeneca hat vor möglichen Folgen der Kürzungen im deutschen Gesundheitssystem gewarnt. Man könne ab dem kommenden Jahr keine neuen Arzneien aus der Forschung mehr auf den deutschen Markt bringen, sagte Pascal Soriot, Chef des fünftgrößten Pharmakonzerns der Welt, dem "Handelsblatt" (Mittwochausgabe).

"Das ist wirklich keine Drohung. Wir werden dafür attackiert werden, aber wir haben keine andere Wahl", sagte der Manager zur Entscheidung, den deutschen Markt und den anderer europäischer Länder zu meiden. "Das ist pure Mathematik. Die finanziellen Auswirkungen auf das Geschäft sind einfach zu groß", sagte er. Grund seien die geplanten Sparmaßnahmen im deutschen Gesundheitssystem und der Preisdruck aus den USA.

Soriot kritisierte das von der Bundesregierung geplante Sparpaket für die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) scharf. Der Manager warnte, dass dessen Implementierung in Deutschland den Zugang zu Innovationen einschränken, Arbeitsplätze gefährden und die Abhängigkeit zu China und USA wachsen werde. "Wenn die deutsche Politik den Sparvorschlag umsetzt, wird die USA mit der Entscheidung nicht glücklich sein - das wird auch Konsequenzen für ein mögliches EU-US-Abkommen für Medikamentenpreise haben."

Europa drohe langfristig an Bedeutung zu verlieren und stärker von Importen abhängig zu werden. "Wenn nichts passiert, wird Europa diese Industrie verlieren - so wie es bereits die Technologiebranche und die Autoindustrie verloren hat", sagte Soriot.

Die Bundesregierung habe seiner Ansicht nach mit ihren aktuellen Plänen zum GKV-Sparpaket das Vertrauen der Branche in den hiesigen Standort verspielt. "Zahlreiche Pharmaunternehmen, die in den vergangenen Jahren erhebliche Investitionen in Deutschland getätigt haben, sind enttäuscht, weil sie dachten, Deutschland bewege sich in die richtige Richtung", sagte er.

In den kommenden Tagen will Soriot gemeinsam mit Thomas Schinecker, Chef des Schweizer Konkurrenten Roche, und weiteren Pharmamanagern erneut Gespräche im Kanzleramt führen.

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21.04.2026 · 15:37 Uhr
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