Assassin’s Creed Black Flag Resynced: Zwei komplett neue Szenen – und eine davon ist ein absoluter Herzensmoment
Vor knapp zwei Wochen donnerte die Ankündigung durch die Gaming-Welt: Ubisofts Piraten-Klassiker bekommt ein Remake. Ein Remake, das auf den ersten Blick vor allem poliert und modernisiert, aber nicht vollständig neu denkt. Wäre da nicht ein kleiner, feiner Hinweis von jemandem, der die Fingerabdrücke von 2013 noch an jeder zweiten Taste trägt. Darby McDevitt, seinerzeit leitender Schreiber des Originals, hat sich im kleinen Kreis geäußert – und die Sache klingt plötzlich spannender, als die meisten Trailer vermuten lassen.
Darby McDevitt packt aus: Zwei neue Szenen, eine davon sein persönlicher Favorit
Im Access the Animus Discord Server ließ McDevitt durchblicken, dass Black Flag Resynced zwei brandneue Szenen von seiner Hand enthalten wird. Dazu hat er eine weitere Passage der Hauptgeschichte überarbeitet. Eine der beiden neuen Sequenzen bezeichnete er als „top-five favorite“ aus dem gesamten Spiel – sinngemäß einer der Momente, die ihm selbst am stärksten im Gedächtnis gebrannt sind. „Ihr werdet euch fragen, warum die Szene nie da war. Ganz einfach: weil ich sie erst vor Kurzem ersonnen habe“, schrieb McDevitt. Er betont, dass sich die neuen Szenen organisch in die Handlung einfügen, als hätten sie dort immer hingehört. Die Vorfreude auf die Story des Remakes bekommt damit eine ganz eigene Dimension – kein bloßes Hochglanz-Remaster, sondern echtes erzählerisches Neuland in vertrauten Gewässern.
Was die Neufassung anders macht und was auf der Strecke bleibt
Die Trailer und nachfolgenden Interviews haben gezeigt, dass sich Ubisoft vor allem auf die Mechaniken konzentriert hat. Der Kampf wurde spürbar überarbeitet: Perfekte Ausweichmanöver und Paraden belohnen dich mit bis zu vier vernetzten „takedowns“ hintereinander, wenn der Rhythmus sitzt. Das Parkour-System lehnt sich an die Bewegungen aus Assassin’s Creed Shadows an – du bekommst mehr Freiheiten beim Klettern, darunter freies Springen und seitliche oder rückwärtige „ejects“ statt starrer Routen.
Gleichzeitig hat Kreativdirektor Paul Fu klargestellt, dass weder die ursprünglichen DLC-Inhalte noch der Multiplayer den Weg ins Remake finden. Die Begründung: Das Team konzentriere sich voll und ganz auf Edwards Abenteuer in der Karibik. Dafür bekommen die modern-day Abschnitte Zuwachs in Form von „new moments“, die sich auf Edwards innere Zerrissenheit konzentrieren. Produzent Justin Ng hat außerdem bestätigt, dass es im fertigen Spiel Blut geben wird – und zwar im Basisspiel, nicht als kostenpflichtiger Zusatz. Die Feedback-Schwemme zu den Trailern bezüglich übersteuerter Audio-Cues und VFX-Effekte wurde ebenfalls gehört und soll in der finalen Version abgemildert werden.
Die Karte selbst bleibt strukturell dem Original treu, könnte aber durch einen anderen Maßstab größer wirken – mehr Raum zum Segeln also, ohne dass die komplette Welt neugebaut wurde. Und der Preis für all das? Die Standard Edition liegt bei 59,99 Euro, die Deluxe Edition bei 69,99 Euro, beide im Einzelhandel und bei Amazon gelistet.

