«Jenke. Zeitreise» geht trotz schwacher Quoten weiter

ProSieben setzt die Doku-Reihe mit Jenke von Wilmsdorff fort, obwohl die Resonanz auf die 80er-Ausgaben schwach war.
Dass ProSieben an JENKE. Zeitreise festhält, wirkt auf den ersten Blick überraschend. Die im November 2024 ausgestrahlten 80er-Folgen kamen lediglich auf 0,65 und 0,79 Millionen Zuschauer sowie schwache Marktanteile von 2,6 und 3,2 Prozent. In der klassischen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen lief es mit 5,9 und 8,7 Prozent zwar etwas besser, insgesamt blieb die Resonanz aber deutlich hinter früheren Jenke-Projekten zurück.
Trotzdem schickt ProSieben die Reihe in die nächste Runde: Für Herbst 2026 ist JENKE. Zeitreise. Die 90er angekündigt. Produziert wird die zweiteilige Primetime-Dokumentation erneut von Redseven Entertainment. Inhaltlich richtet sich der Blick auf ein Jahrzehnt zwischen Aufbruch und Umbruch: vom Siegeszug des Internets über die Loveparade bis hin zu Boygroups und Talkshow-Boom. Gleichzeitig soll die Reihe die Frage klären, welche Bedeutung diese Entwicklungen für heutige gesellschaftliche Herausforderungen haben.
Interessant ist vor allem der zeitliche Kontext: Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass LEONINE Studios die zentralen Jenke-Marken künftig unter dem Label LEONINE Documentaries bündelt. Allerdings betrifft diese Vereinbarung explizit die Reihen «JENKE. REPORT», «JENKE. EXPERIMENT» und «JENKE. CRIME». «JENKE. Zeitreise» fällt offenbar nicht darunter, ein entscheidender Punkt, der den vermeintlichen Widerspruch auflöst.

