Far Cry-Serie von Noah Hawley: Erste Story-Details zur Ubisoft-Adaption
Eine Serien-Adaption zu Far Cry klingt eigentlich nach einer naheliegenden Sache: Wahnsinnige Schurken, exotische Schauplätze, Chaos, Survival. Stoff genug wäre da. Spannend ist nur: Genau diesen offensichtlichen Weg will die kommende Serie offenbar gar nicht gehen.
Produzent Noah Hawley, bekannt durch Fargo und Alien: Earth, hat erstmals etwas konkreter über das Projekt gesprochen – und dabei klargemacht, dass die Serie nicht einfach eines der Spiele adaptieren soll. Statt etwa Far Cry 3 oder Far Cry 5 nachzuerzählen, scheint ein Anthologie-Ansatz geplant zu sein, bei dem jede Staffel eine eigene Geschichte erzählt. Genau diesen Gedanken beschrieb Hawley zuletzt auch im Gespräch mit Deadline.
Das passt erstaunlich gut zur Spielreihe. Denn auch Far Cry hat sich nie über eine durchgehende Hauptstory definiert, sondern eher über ein Muster: Menschen geraten in Extremsituationen und verlieren dabei Schritt für Schritt ihre zivilisierte Fassade. Genau das soll offenbar zum Kern der Serie werden.
Keine direkte Spielverfilmung – bewusst
Für manche Fans dürfte das überraschend sein, vielleicht sogar irritierend. Denn viele hätten wohl mit bekannten Figuren wie Vaas, Pagan Min oder Joseph Seed gerechnet. Doch Hawley scheint gerade keine klassische Fanservice-Adaption zu wollen. Sein Ansatz klingt eher danach, den Geist von Far Cry fürs Fernsehen neu zu interpretieren, statt Missionen aus den Spielen nachzubauen. Gleichzeitig warnte er, eine Videospiel-Adaption könne schnell scheitern, wenn Gameplay einfach nur in Drama übersetzt werde.
Und ehrlich gesagt klingt das gar nicht so unvernünftig. Gerade weil Far Cry stark von Atmosphäre und Eskalation lebt, könnte ein freierer Ansatz besser funktionieren als eine eins-zu-eins-Verfilmung. In der Zwischenzeit bestätigt Ubisoft neue Far Cry– und Assassin’s Creed-Spiele.
Das könnte sogar die bessere Lösung sein
Je länger man darüber nachdenkt, desto plausibler wirkt das Konzept. Eine Anthologie würde perfekt zur Marke passen. Jede Staffel könnte einen neuen Konflikt, neuen Schauplatz und neuen Antagonisten liefern – genau wie die Spiele. Im besten Fall würde die Serie dadurch sogar mehr nach Far Cry wirken als eine direkte Umsetzung eines einzelnen Teils. Und mit Hawley sitzt jemand am Projekt, der mit ungewöhnlichen Stoffen umgehen kann.


