Asbest und Dachpappe korrekt entsorgen
Analyse, Nachweise und Haftungsfragen bei Sanierungen

26. Februar 2026, 10:00 Uhr · Quelle: Pressebox
Asbest und Dachpappe korrekt entsorgen
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Asbest und Dachpappe korrekt entsorgen
Sanierungen erfordern korrekte Entsorgung von Asbest und Dachpappen, um gesetzliche Anforderungen einzuhalten und Gesundheitsrisiken zu minimieren.

Berlin, 26.02.2026 (PresseBox) - Sanierungen im Gebäudebestand prägen weiterhin die Bauaktivität in deutschen Städten. Energetische Modernisierungen, Dachsanierungen und Rückbauarbeiten treiben die Bauaktivität insbesondere in urbanen Regionen wie Berlin weiter voran. Während Förderprogramme und steigende Energiekosten den Umbau alter Gebäude beschleunigen, rückt gleichzeitig ein Thema stärker in den Fokus von Bauherren, Handwerksbetrieben und Projektentwicklern: der Umgang mit gefährlichen Altlasten.

Neben Mineralwolle und künstlichen Mineralfasern zählen insbesondere Asbestprodukte sowie teerhaltige Dachpappen zu den größten Risikoquellen bei Sanierungsprojekten. Beide Materialien sind äußerlich oft unscheinbar, unterliegen jedoch strengen gesetzlichen Vorgaben und können bei falscher Behandlung erhebliche Gesundheits-, Haftungs- und Kostenrisiken verursachen.

Asbest: Sonderabfall mit klaren gesetzlichen Regeln

Asbest gilt als besonders überwachungsbedürftiger Abfall und unterliegt in Deutschland umfangreichen technischen und rechtlichen Anforderungen. Viele Gebäude, die vor den 1990er-Jahren errichtet oder modernisiert wurden, enthalten noch heute asbesthaltige Bauteile – etwa:

  • Asbestzementplatten und Eternitdächer
  • Fassaden- und Lüftungselemente
  • ältere Deckenplatten
  • Bodenbeläge oder Flexplatten
  • Rohre und technische Einbauten
Die Gefahr liegt dabei weniger im verbauten Material selbst als in dessen Bearbeitung oder Rückbau. Beim Brechen oder Schneiden entstehen mikroskopisch kleine Fasern, die eingeatmet werden können und schwere Erkrankungen verursachen.

Aus diesem Grund schreibt die TRGS 519 klare Schutzmaßnahmen vor. Dazu gehören:

  • Rückbau durch qualifizierte Fachbetriebe
  • staubarme Demontageverfahren
  • luftdichte Verpackung
  • lückenlose Dokumentation der Entsorgung
Asbestabfälle dürfen nicht lose transportiert oder mit anderen Abfällen vermischt werden. Bereits kleine Fehlwürfe können dazu führen, dass komplette Containerladungen als Sonderabfall eingestuft werden. Die Folge sind erhebliche Mehrkosten und rechtliche Konsequenzen.

In der Praxis erfolgt die Entsorgung von Asbest deshalb über speziell gekennzeichnete, staubdichte Big Bags, die direkt am Entstehungsort befüllt werden und anschließend über zugelassene Entsorgungswege abgeholt werden.

Dachpappe und Teerpappe: Der unterschätzte Gefahrstoff

Ein zentrales Thema bei Sanierungen betrifft Dachabdichtungen. Dachpappe wurde über Jahrzehnte flächendeckend eingesetzt. Sie findet sich auf Wohnhäusern ebenso wie auf Garagen, Industriehallen oder Nebengebäuden. Entscheidend für die Entsorgung ist heute die Unterscheidung zwischen teerhaltiger Dachpappe und bitumenhaltigen Dachbahnen.

Teerhaltige Produkte, die vor allem vor den 1970er-Jahren verbaut wurden, enthalten polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und gelten als gefährlicher Abfall. Bitumenhaltige Varianten sind zwar weniger belastet, können jedoch ebenfalls schadstoffrelevant sein. Optisch lassen sich beide Materialien kaum unterscheiden.

Weder Farbe noch Geruch liefern eine verlässliche Aussage über die tatsächliche Einstufung des Materials. Deshalb ist in vielen Fällen eine Analyse durch ein akkreditiertes Labor erforderlich. Erst das Ergebnis entscheidet darüber, ob der Abfall als gefährlich eingestuft wird, welche Entsorgungsanlage zulässig ist und welche Kosten entstehen.

Aus diesem Grund wird zunehmend eine laborbasierte Analytik zum entscheidenden Schritt jeder Sanierungsplanung. Erst die Untersuchung auf PAK-Werte, Asbestfasern oder künstliche Mineralfasern bestimmt den zulässigen Entsorgungsweg und damit auch die Kostenstruktur eines Projekts.

„Bei Asbest und teerhaltiger Dachpappe entscheidet nicht der sichtbare Zustand, sondern ausschließlich die Analyse über den richtigen Entsorgungsweg“, erklärt Christoph Sturzbecher, Sonderabfallexperte beim DINO Containerdienst Berlin. „Ohne Probenahme und klare Einstufung entstehen schnell falsche Entsorgungswege mit erheblichen rechtlichen Risiken und sehr hohen Zusatzkosten.“

Haftungsfragen rücken stärker in den Vordergrund

Mit steigender Zahl von Sanierungsprojekten wächst auch die Sensibilität von Behörden und Auftraggebern gegenüber der Entsorgung gefährlicher Abfälle. Fehlende Analysen, falsche Containerwahl oder unzureichende Dokumentation können nicht nur Zusatzkosten verursachen, sondern auch haftungsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Besonders kritisch wird es, wenn teerhaltige Dachpappe oder Asbest unbeabsichtigt mit Holz, Bauschutt oder Baumischabfällen vermischt werden. Neben höheren Entsorgungskosten drohen dann Nachsortierungen, Baustopps oder Rückweisungen auf Entsorgungsanlagen. In angespannten Bauzeiten wirken sich solche Verzögerungen unmittelbar auf Projektabläufe aus.

Damit verschiebt sich die Rolle der Entsorgung zunehmend vom nachgelagerten Arbeitsschritt hin zu einem festen Bestandteil der Projektplanung.

Planungssicherheit durch klare Entsorgungsprozesse

In der Praxis zeigt sich, dass frühzeitige Abstimmung zwischen Bauverantwortlichen und spezialisierten Entsorgungspartnern entscheidend ist. Analyse, getrennte Erfassung, korrekte Verpackung und nachvollziehbare Nachweisführung bilden heute eine zusammenhängende Prozesskette.

Unternehmen wie der DINO Containerdienst Berlin unterstützen Bauherren und Betriebe dabei, diese Abläufe bereits vor Beginn der Arbeiten zu strukturieren. Dazu gehören Probenahmen, organisatorische Abstimmungen mit zugelassenen Entsorgungswegen sowie eine planbare Abwicklung der Abfalllogistik während der Sanierungsphase.

Der Vorteil: Risiken werden kalkulierbar, Baustellenabläufe stabilisiert und unerwartete Mehrkosten vermieden.

Big Bags als zentrale Lösung für gefährliche Bauabfälle

Für viele Sanierungsprojekte haben sich flexible Big-Bag-Systeme als besonders wirtschaftlich erwiesen. Sie ermöglichen die getrennte Erfassung gefährlicher Abfälle direkt am Entstehungsort und reduzieren Staubemissionen sowie Umladevorgänge.

DINO Containerdienst Berlin stellt hierfür zugelassene Big Bags für Asbest sowie für belastete Bauabfälle bereit und übernimmt anschließend die fachgerechte Abholung mit eigenen Fahrzeugen. Grundlage jeder Entsorgung sind gültige Sammelentsorgungsnachweise sowie die entsprechenden Übernahmescheine zur Dokumentation der ordnungsgemäßen Abwicklung.

Bei größeren Bauvorhaben werden zusätzlich projektspezifische Entsorgungsnachweise vorbereitet, sodass Bauunternehmen und Auftraggeber jederzeit rechtssicher dokumentieren können, wohin die Abfälle verbracht wurden.

„Entscheidend ist, dass Entsorgung heute von Anfang an mitgedacht wird“, sagt Martin Miltz, Inhaber des DINO Containerdienst Berlin. „Mit klaren Abläufen, passenden Container- und Big-Bag-Systemen und planbarer Logistik lassen sich Baustellen kontrolliert abwickeln. Wer Entsorgung strukturiert organisiert, vermeidet Verzögerungen und behält Kosten sowie Termine unter Kontrolle.“

Altbausanierungen werden komplexer

Die Entwicklung zeigt, dass Rückbauprojekte im Bestand zunehmend fachübergreifendes Wissen erfordern. Neben energetischen Anforderungen und Bauvorschriften gewinnen Entsorgungsfragen an strategischer Bedeutung. Materialien, die jahrzehntelang als Standard galten, verlangen heute präzise Analyseverfahren, klare Verantwortlichkeiten und dokumentierte Entsorgungswege.

Gerade im frühen Jahresverlauf, wenn zahlreiche Projekte vorbereitet und ausgeschrieben werden, entscheidet die richtige Planung darüber, ob eine Sanierung wirtschaftlich und rechtssicher umgesetzt werden kann.

Wer Asbest und teerhaltige Dachmaterialien frühzeitig erkennt und korrekt einordnet, schafft nicht nur Sicherheit auf der Baustelle, sondern auch verlässliche Rahmenbedingungen für Kosten, Termine und Genehmigungen.

DINO Containerdienst Berlin unterstützt Bauherren, Handwerksbetriebe und Projektentwickler dabei mit fachlicher Beratung, zugelassenen Entsorgungssystemen und einer vollständig dokumentierten Sonderabfalllogistik. Damit wird Entsorgung vom Risikofaktor zu einem planbaren Bestandteil moderner Sanierungsprojekte.

Energie- / Umwelttechnik / Asbest / Dachpappe / Sanierung / Entsorgung / Sonderabfall
[pressebox.de] · 26.02.2026 · 10:00 Uhr
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