Vergangenheit zum Anfassen: Studierende der Hochschule Osnabrück entwickeln interaktive Runen-Station für das Varusschlacht-Museum

06. Mai 2026, 13:25 Uhr · Quelle: LifePR
Vergangenheit zum Anfassen: Studierende der Hochschule Osnabrück entwickeln interaktive Runen-Station für das Varusschlacht-Museum
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An der interaktiven Touchscreen-Station können Gäste des Varusschlacht-Museums in Bramsche dem Ursprung der Runen auf die Spur kommen. Entwickelt wurde die Anwendung von Nicole Tkacev und Michael Eden, den Studierenden des Media & Interaction Designs
Studierende der Hochschule Osnabrück schufen eine interaktive Runen-Station für das Varusschlacht-Museum, die Besucher in die Welt germanischer Artefakte eintauchen lässt.

Osnabrück, 06.05.2026 (lifePR) - Zwei Media & Interaction Design-Studierende haben eine Touchscreen-Anwendung für die Sonderausstellung „VERLORENE KRIEGER – Germanen zwischen Macht und Mythos“ in einem Kooperationsprojekt mit dem Museum und Park Kalkriese entwickelt. Seit dem 25. April können Gäste des Varusschlacht-Museums in Bramsche im Osnabrücker Land eine einzigartige Präsentation von mehr als 1.200 germanischen Artefakten aus dem 2. bis 5. Jahrhundert nach Christi erleben und sich an interaktiven Stationen neue Perspektiven auf das Leben der Germanen erschließen.

(Osnabrück, 06.05.2026) Woher nahmen die Germanen eigentlich die Idee für eine eigene Schrift? Diese bis heute wissenschaftlich nicht eindeutig geklärte Frage stellt sich auch im Zusammenhang mit den rund 1.500 Jahre alten Funden aus dem Thorsberger und Nydamer Moor im heutigen deutsch-dänischen Grenzgebiet, wo sie über die Jahrhunderte hinweg außergewöhnlich gut erhalten blieben. Denn unter ihnen befinden sich zwei der ältesten mit Runen beschrifteten Objekte.

Ausstellungs-Komponente motiviert zum Mitmachen

Direkt neben der Vitrine mit den beiden Schaustücken lädt eine interaktive Touchscreen-Station dazu ein, dem Ursprung der Runen auf die Spur zu kommen. Entwickelt wurde sie von Nicole Tkacev und Michael Eden, beide studieren Media & Interaction Design an der Hochschule Osnabrück. In einem Semesterprojekt setzten die Studierenden das Vorhaben vollständig um: Von der Konzeption der Inhalts- und Interaktionsstrukturen über das Design der Benutzeroberfläche und der digitalen Schriftzeichen der antiken Alphabete bis hin zur Programmierung der App und dem Test der Benutzerfreundlichkeit ihrer Lösung – in regelmäßigem Austausch mit der Kuratorin Teresa Kopp und dem Ausstellungsteam. So ist eine Applikation entstanden, die mit großflächigen, eher ungewöhnlich gestalteten Interaktionselementen die Gäste des Museums dazu anregt, das älteste nordische Runenalphabet zu untersuchen, auszuprobieren und mit verschiedenen noch älteren Zeichensystemen aus Südeuropa, den möglichen Vorbildern der Runen, zu vergleichen. Zum Abschluss können die Gäste wählen, welche der aktuellen Forschungsthesen zum Ursprung der Runen sie am meisten überzeugt.

Kuratorin Teresa Kopp berichtet: „Unser Wunsch an die Station war es, zu zeigen, dass Forschung kein abgeschlossener Prozess ist, sondern stets von offenen Fragen begleitet wird. Die ungeklärte Herkunft der Runenschrift ist ein besonders anschauliches Beispiel dafür. Mit der Station möchten wir die Besuchenden dazu einladen, sich selbst mit dieser Fragestellung auseinanderzusetzen, unterschiedliche Argumente abzuwägen und schließlich eine eigene Meinung zu entwickeln. Die Zusammenarbeit mit den Studierenden war für uns ausgesprochen inspirierend: Mit ihrem frischen Blick von außen, kreativen Ideen und ihrem Fachwissen haben sie das Projekt auf überzeugende Weise umgesetzt.“

Beispiel für Interdisziplinarität und Praxisbezug des Designstudiums

Der Hochschulbetreuer Prof. Henrik Arndt stellt fest: „Die in Museen zunehmend stattfindende Erweiterung der klassischen Ausstellungsformate um digitale Interaktion und Partizipation eröffnet im Bereich des Media & Interaction Designs neue, ausgesprochen spannende Tätigkeitsfelder. Es ist beeindruckend zu sehen, wie souverän die Studierenden auch diese Herausforderungen meistern und wie viel Anerkennung ihre Arbeit erfährt.“ Das Projekt zeige exemplarisch, wie sich der fachliche Facettenreichtum des Studiengangs in der Praxis bewähre, so der Professor für Interaktive Medien an der Hochschule Osnabrück.

Nicole Tkacev freut sich über praktische Erfahrungen im Projekt: „Es ist ein großer Unterschied, ob man eine Aufgabe nur für die Abgabe in der Hochschule bearbeitet oder tatsächlich mit dem Auftraggeber aus der Praxis an einem Tisch sitzt. Zu sehen, wie das Museum arbeitet und dabei sein eigenes Wissen einbringen zu können, war sehr motivierend.“ Durch den engen Austausch lerne man viel schneller, was in der Praxis wichtig ist, betont die Studentin. Sie empfiehlt ihren Studiengang jedem, „der Lust auf Abwechslung hat. Wir können in ganz unterschiedlichen Bereichen ausprobieren. Durch die Praxisprojekte erhält man die Möglichkeit, nicht nur die Theorie kennenzulernen, sondern auch an echten Aufgaben zu arbeiten. Wer gern sofort etwas macht und sehen will, was aus den eigenen Ideen entsteht, ist in diesem Studiengang genau richtig.“

Der Studiengang Media & Interaction Design kombiniert die vielfältigen Bereiche der Gestaltung digitaler Medien mit Inhalten der Informationstechnologie, Psychologie und Kommunikationswissenschaft. Vom 1. bis zum 31. Mai können sich Interessierte mit einem digitalen Portfolio um einen Studienplatz für das kommende Wintersemester bewerben. Mehr Informationen stehen unter www.hs-osnabrueck.de/mid-ba bereit.

Überregionale Bedeutung der Ausstellung im Wechselspiel von Wissenschaft, Kultur und Bildung

Die Bedeutung der Ausstellung unterstreicht auch die hochrangige Beteiligung bei der Eröffnung: Grußworte sprachen dabei die Osnabrücker Landrätin Anna Kebschull, der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Falko Mohrs, die Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur von Schleswig-Holstein Dorit Stenke sowie Christine Regus, Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder. Die Einführung übernahmen Ralf Bleile, Direktor des Museums für Archäologie Schloss Gottorf, und Stefan Burmeister, Geschäftsführer des Museums und Parks Kalkriese. Ihre Präsenz verdeutlicht die überregionale Relevanz der Ausstellung und die enge Verbindung von Wissenschaft, Kultur und Bildung. Die Sonderausstellung ist noch bis zum 7. November 2027 im Museum und Park Kalkriese zu sehen. Weitere Informationen: www.verlorene-krieger.de

Bildung & Karriere / Hochschule Osnabrück / Varusschlacht-Museum / Runen / Interaktive Ausstellung / Design-Studium / Museumskooperation
[lifepr.de] · 06.05.2026 · 13:25 Uhr
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