Anleger halten Winterschlaf – Wall-Street kühlt ab
Die Begeisterung an den US-Börsen legte am Donnerstag eine Pause ein, nachdem die Indizes zuletzt auf Dreiwochenhochs gestiegen waren. Zwei Stunden vor Handelsschluss präsentierten sich die Märkte recht bewegungslos. Die Hoffnung auf eine mögliche Zinssenkung durch die US-Notenbank Fed in diesem Jahr ließ frische Impulse vermissen, was die Anleger in eine abwartende Haltung versetzte.
Die großen New Yorker Indizes zeigten sich wenig verändert. Insbesondere der Dow Jones Industrial blieb mit 47.883 Punkten nahezu unverändert und somit weit entfernt von seinem Rekordwert von 48.431 Punkten. Der S&P 500 schloss mit einem leichten Plus von 0,06 Prozent bei 6.854 Punkten. Der Nasdaq 100 hingegen verzeichnete ein kleines Minus von 0,20 Prozent und fiel auf 25.555 Punkte zurück, nachdem er kürzlich an sieben von acht Handelstagen zugelegt hatte.
Besonders auffällig war die Entwicklung bei Meta, deren Aktie um vier Prozent zulegte. Das Unternehmen plant, die Ausgaben für das Metaverse zu reduzieren, was am Markt gut ankam. Doug Anmuth von JPMorgan kommentierte, dass Meta auf die Marktstimmungen reagiere und eine disziplinierte Ausgabenpolitik verfolge.
Ein weiteres positives Signal gab die Aktie von Salesforce, die nach einem verhaltenen Start um mehr als vier Prozent zulegte. Der Software-Konzern zeigt sich optimistisch für das laufende Geschäftsjahr, getrieben durch den KI-Boom. Demgegenüber standen die Papiere von Snowflake im Minus. Mit einem Kursrückgang von 11,6 Prozent enttäuschte der Cloud-Software-Anbieter die Erwartungen der Analysten hinsichtlich der operativen Marge bei neuen KI-Projekten.
Im Einzelhandel vollzogen zwei Unternehmen gegensätzliche Entwicklungen. Während Dollar General einen spektakulären Kursanstieg von 12,6 Prozent erlebte, nachdem es seine Zielsetzungen erhöhte, enttäuschte Kroger die Anleger mit einem fast fünfprozentigen Verlust aufgrund einer revidierten Umsatzprognose.

