Analyst: Sechs aufeinanderfolgende rote Monatskerzen bei Bitcoin sind kein bärisches Signal

Die jüngste Kursentwicklung von Bitcoin war für viele Anleger schwer zu ertragen. Seit Oktober bewegt sich der Kurs seitwärts bis abwärts und hat eine Reihe von bärischen Monatsabschlüssen verzeichnet, die die Stimmung im Kryptomarkt auf ein Angstniveau gedrückt haben. Diese langsame Abwärtsbewegung fühlt sich oft schlimmer an als plötzliche Verkäufe.
Ein Krypto-Analyst weist jedoch darauf hin, dass die aktuelle Situation eher auf einen Wendepunkt hindeutet, als auf weitere Kursverluste. Historische Daten zeigen, dass Bitcoin möglicherweise näher an einem Aufschwung ist, als viele Marktteilnehmer vermuten.
Das Jahr 2018 als Parallele: Sechs rote Kerzen, dann ein 4-facher Anstieg
Der Analyst betont, dass es in der aktuellen Panik sinnvoller sei, Bitcoin zu kaufen. Er verweist auf die Zeit von Ende 2018 bis Anfang 2019, als Bitcoin ebenfalls sechs aufeinanderfolgende rote Monatskerzen verzeichnete. Damals fiel der Kurs von etwa $7.700 auf rund $3.500. Die Marktstimmung war am Boden, viele Kleinanleger hatten kapituliert, und der Kursverlauf schien gebrochen.
Doch genau diese Phase bereitete den Boden für einen starken Anstieg. Bis Mai 2019 stieg der Bitcoin-Kurs auf fast $10.500, was einem mehr als dreifachen Anstieg vom Tiefpunkt entsprach. Im Juni erreichte der Kurs sogar $13.000, was einem mehr als vierfachen Anstieg von den Tiefstständen der sechs roten Kerzen entsprach.
Ein vertrautes Muster in einem anderen Marktumfeld
Die aktuelle Kursentwicklung von Bitcoin weist Ähnlichkeiten mit der von 2018/2019 auf, allerdings in einem konstruktiveren Kontext. Seit Oktober 2025 hat Bitcoin sechs aufeinanderfolgende rote Monatskerzen verzeichnet, wobei der Kurs von über $126.000 auf unter $70.000 gefallen ist – ein Rückgang von über 45% vom Höchststand. Dies ist schmerzhaft, aber im Kontext der historischen Rückgänge von Bitcoin gemessen.
Der Analyst hebt hervor, dass die roten Kerzen nicht impulsiv sind. Es gibt keine Panikstruktur, sondern eine stetige Verkaufsdruck, der über die Zeit absorbiert wurde. Während die Stimmung unter Kleinanlegern im Verlauf des mehrmonatigen Rückgangs gelitten hat, sind institutionelle Käufer in die entgegengesetzte Richtung gegangen. Strategy, der weltweit größte Unternehmens-Bitcoin-Halter, hat in dieser Zeit über 122.000 BTC akkumuliert.
Wenn das Erholungsszenario von 2019 in ähnlichem Umfang zutrifft, könnte ein Anstieg um das 3- bis 4-fache vom jüngsten Tiefpunkt Bitcoin in den kommenden Monaten auf einen Kurs zwischen $180.000 und $250.000 bringen. Selbst eine konservativere Verdopplung vom $67.000-Niveau würde den Bitcoin-Kurs auf neue Allzeithochs über $130.000 heben.

