Analysten drücken Commerzbank-Aktie: Erholungsversuch scheitert
Die Aktien der Commerzbank gerieten am Dienstag erneut unter Druck, nachdem Analysten sie zum vierten Mal innerhalb kurzer Zeit herabgestuft hatten. Nach einem kurzen Erholungsversuch am Vortag verzeichneten die Papiere einen Rückgang von über drei Prozent und schlossen den Handel als Schlusslicht im Dax bei 32,57 Euro.
Der Trend zu pessimistischen Analystenmeinungen begann Ende August, als die Bank of America mit ihrem 'Underperform'-Urteil eine merkliche Wende einleitete. Dies bedeutete das vorläufige Ende einer Kursrally, die die Aktie kurz zuvor auf den höchsten Stand seit 2010 von 38,40 Euro gehoben hatte.
Zuvor hatten die Commerzbank-Titel im Laufe des Jahres bemerkenswerte 144 Prozent hinzugewonnen, was zum Teil durch Übernahmespekulationen durch die italienische Unicredit befeuert wurde. Aktuell belaufen sich die Gewinne im Jahr jedoch nur noch auf 107 Prozent.
Neben der Bank of America leisteten auch Goldman Sachs, Morgan Stanley und JPMorgan Schützenhilfe bei den Gewinnmitnahmen. Besonders Chris Hallam von Goldman Sachs stach mit seiner Verkaufsempfehlung hervor, wobei sein Kursziel von 34,10 Euro bereits unterschritten wurde. JPMorgan-Analyst Kian Abouhossein bewertete die Aktien am Dienstagmorgen mit 'Neutral' und setzte ein Kursziel von 30 Euro.
Er merkte an, dass die Commerzbank ambitionierte Ziele bis 2028 verfolgt, aber die Anpassungen der Markterwartungen in Bezug auf den Zinsüberschuss bereits berücksichtigt seien. Abouhossein zog die Deutsche Bank-Aktien vor, die er mit 'Positive Catalyst Watch' als kurzfristig besonders attraktiv einstufte. Die Deutsche Bank blieb in einem schwachen Gesamtmarkt am Dienstagvormittag nahezu stabil. Ihre Aktien verzeichneten ein Plus von 80 Prozent im Jahr 2025.

