Aliens: Fireteam Elite-Sequel auf 2026 verschoben – Daybreak pumpt 6,5 Millionen Dollar in „Project Avo“
In den kalten Tiefen des Weltraums scheint die nächste Begegnung mit den Xenomorphs noch etwas auf sich warten zu lassen. Laut neuen Hinweisen wurde das Sequel zu Aliens: Fireteam Elite offenbar von seinem ursprünglichen Veröffentlichungsfenster verschoben – nun wird mit einem Release im dritten Quartal 2026 gerechnet. Ein harter Schlag für Fans der Reihe, die nach dem 2022er Pathogen-DLC auf neues Material hofften. Doch die Nachricht bringt auch ein deutliches Zeichen der Hoffnung: Daybreak hat bekanntgegeben, zusätzliche 6,5 Millionen US-Dollar in die Entwicklung von Project Avo zu investieren – intern besser bekannt als der Nachfolger des kooperativen Action-Horrors.
Project Avo und der Schatten von LV-895
Schon zuvor war über Project Avo spekuliert worden, nachdem ein kurzer ESRB-Eintrag einen Hinweis auf das Projekt geliefert hatte. Dort war von einer Altersfreigabe Mature 17+ die Rede sowie den üblichen Warnungen: Blut, Gewalt und derbe Sprache. Kaum war der Eintrag aufgetaucht, verschwand er wieder – nicht aber, bevor findige Fans Screenshots sicherten. Laut diesen wird der Titel für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X/S erscheinen, mit neuem technologischem Unterbau und deutlich erweitertem Gameplay.
Bereits ein geleaktes internes Dokument hatte 2024 das Projekt unter seinem damaligen Codenamen “Mocando” beschrieben. Darin hieß es, das Ziel sei, „Mechanik, Atmosphäre und Spannung des Originals zu vertiefen“, begleitet von einer 2-Spieler-Kampagne mit einer Laufzeit von 8 bis 12 Stunden. Ergänzt werden soll das durch einen neuen Annihilation Mode, der offenbar Endloswellen aus Feinden mit taktischer Tiefe kombinieren soll. Ein Konzept, das dem Warten tatsächlich Gewicht verleiht.
Rückblick: Marines, Wahnsinn und Maschinen
Das ursprüngliche Aliens: Fireteam Elite entführte Spieler als koloniale Marines auf den unwirtlichen Planeten LV-895, wo Synthetics und Xenomorphs gleichermaßen zur tödlichen Bedrohung wurden. Mit bis zu drei Spielern galt es, Missionen voller Panik, Explosionen und Überlebenskampf zu meistern. Der Pathogen-DLC von 2022 erweiterte das Universum um neue Szenarien, Waffen und Gegnerarten – und deutete einen Fokus auf die biologische Mutation der außerirdischen Bedrohung an.
Die Entwickler haben seitdem mehrfach betont, man wolle „die emotionale Dichte und Bedrohungsintensität“ des Franchise stärker hervorheben. Das kommende Sequel dürfte also weniger ein einfaches Action-Recycling werden, sondern ein Versuch, die Furcht wieder spürbar zu machen – jene existenzielle Beklemmung, die einst Kinosaal und Controller gleichermaßen erzittern ließ.
Wenn Project Avo wirklich das ist, was Gerüchte nahelegen, könnte 2026 ein weiterer Meilenstein für die düsteren Weiten des Aliens-Universums werden – ein Albtraum, der nur durch Teamgeist überlebt werden kann.


