ADAC warnt vor Staus an deutsch-polnischer Grenze: Ferienbeginn als Bewährungsprobe
Der ADAC zeigt sich besorgt über mögliche Verkehrsbehinderungen an der deutsch-polnischen Grenze. Mit den bevorstehenden Sommerferien in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern Ende Juli könnte sich die Situation weiter verschärfen. Ein Sprecher des ADAC bezeichnet den Ferienbeginn in diesen Bundesländern als 'Gradmesser' für die zukünftige Verkehrslage. Sachsen, das bereits Ferien hat und ebenfalls an Polen grenzt, zeigt derzeit lediglich überschaubare Auswirkungen auf den Reiseverkehr.
Seit Mitternacht finden an 52 Übergängen entlang der Grenze zu Polen stichprobenartige Kontrollen statt, die auch auf die 13 Übergänge nach Litauen ausgeweitet wurden. Polnische Behörden berichteten bereits von einem Fall, bei dem ein estnischer Staatsbürger vier Menschen aus Afghanistan beförderte, die irregulär einreisen wollten. Diese Maßnahmen sollen mindestens bis zum 5. August fortgesetzt werden.
Die Kontrollen sind eine Reaktion der Mitte-Links-Regierung in Warschau auf die deutschen Grenzkontrollen, die seit Oktober 2023 bestehen, um irreguläre Migration einzudämmen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt von der CSU hat seit dem Regierungswechsel im Mai striktere Grenzkontrollen angeordnet, bei denen zukünftig auch Asylbewerber zurückgewiesen werden können. Diese Zurückweisungen sorgen in Polen für Diskussionen und stellen ein sensibles Thema dar.

