Zwischenfälle mit der US-Einwanderungsbehörde entfachen neue Protestwelle
Erneute Schüsse der US-Einwanderungsbehörde ICE haben die Spannungen in den Vereinigten Staaten weiter angefacht. Nach einem tödlichen Vorfall in Minneapolis kam es in Portland zu einem ähnlichen Zwischenfall, bei dem zwei Menschen verletzt wurden. Laut Angaben des US-Heimatschutzministeriums wurden Grenzschutzbeamte involviert, die ein Fahrzeug für eine Routinekontrolle stoppen wollten. Der Fahrer soll versucht haben, die Beamten zu überfahren, woraufhin ein Schuss zur Selbstverteidigung abgegeben wurde.
Die Polizei von Portland berichtete, dass die beiden Insassen, ein Mann und eine Frau, mit Schussverletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert wurden. Über ihren Zustand liegen bislang keine Informationen vor. Das Heimatschutzministerium gab an, dass die beiden Personen Verbindungen zur venezolanischen Gang Tren de Aragua haben sollen, die von US-Präsident Donald Trump häufig als Rechtfertigung für Abschiebungen angeführt wird.
Bilder von vereinzelten Protesten in Portland wurden von lokalen Fernsehsendern verbreitet, angeheizt durch Ereignisse in Minneapolis, bei denen eine Frau während eines ICE-Einsatzes erschossen wurde. Die offiziellen Stellen argumentieren, dass die Beamten aus Selbstverteidigung handelten, jedoch zeichnen Augenzeugenberichte ein anderes Bild. Diese Vorfälle haben landesweite Proteste gegen das Vorgehen der Einwanderungsbehörde ausgelöst.

