Zwischen Hoffnung und Standhaftigkeit: EU und USA im Zollkonflikt
Nach einem jüngsten Austausch mit US-Präsident Donald Trump zeigt sich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vorsichtig optimistisch hinsichtlich einer möglichen Lösung des anhaltenden Zollkonflikts zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten. Im Europäischen Parlament betonte von der Leyen, dass der Dialog vielversprechend verlaufe, wobei man bestrebt sei, einen stabilen Rahmen für den Ausbau des gemeinsamen Handels zu entwickeln.
Trotz optimistischer Signale unterstrich von der Leyen die vorbereitende Haltung der EU für den Fall, dass sich der Konflikt weiter verschärfen sollte. Der seit Februar von Trump angekündigte Anstieg der Zölle betrifft erhebliche Teile des Handelsvolumens zwischen den USA und der EU. Von der Leyen machte klar, dass Standhaftigkeit gefragt sei, und die EU bereit für jedes Szenario wäre.
Trump äußerte sich derweil bei einem Pressetermin am Montag optimistisch, möglicherweise nur wenige Tage von einem Handelsabkommen mit der EU entfernt zu sein. Er lobte die Fortschritte im Umgang mit der Wirtschaftsunion und verglich die Verhandlungen gar mit einer "neuen Welt", wobei er die Gespräche mit der EU als schwieriger als jene mit China bezeichnete.
Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur gab es in den vergangenen Tagen bereits Treffen, an denen unter anderem US-Handelsminister Howard Lutnick und EU-Handelskommissar Maros Sefcovic teilnahmen. Details eines möglichen Abkommens könnten die Beibehaltung bestimmter Zölle sowie besondere Regelungen für spezifische Industrien wie Automobil und Stahl umfassen. Trumps Handelsstrategie zielt darauf ab, durch hohe Zölle auf Autoimporte sowie Stahl- und Aluminiumprodukte Handelsungleichgewichte zu korrigieren und die US-Produktion zu stärken.

