Zweiter Atem bei Weltklimakonferenz trotz Feueralarm
Der jüngste Vorfall eines Feuers auf dem Gelände der Weltklimakonferenz in Brasilien hat die Verhandlungen kurzzeitig unterbrochen, doch die Delegierten werden ihre Gespräche heute unbeeindruckt fortsetzen. Mit optimistischer Entschlossenheit erklärten die Vereinten Nationen im Vorfeld, dass noch bedeutende Arbeit vor den Vertragsparteien liege, die im Geiste der Einheit zu einem erfolgreichen Abschluss der Konferenz führen soll.
Trotz der ursprünglich für den Abend geplanten Schlusszeremonie des Gipfels halten viele die Verlängerung der Verhandlungen für wahrscheinlich. Die Diskussionen stecken momentan in einer entscheidenden Phase, in der es um die mögliche Weltgemeinschaft ohne Einbeziehung der USA geht, die sich auf einen Ausstiegsplan aus der Verbrennung von fossilen Brennstoffen einigen soll. Deutschland, die EU und etliche andere Nationen drängen auf Fortschritte, während einige Delegationen bremsen. Eine einstimmige Zustimmung ist erforderlich, um weiterzukommen.
Ein dramatischer Moment entstand, als am Donnerstagnachmittag ein großes Feuer innerhalb des Areals ausbrach. Eindrückliche BBC-Aufnahmen zeigten Flammen, die sich durch das Dach eines Länder-Pavillons kämpften, während dunkler Rauch über den Zelten aufstieg. Die genaue Brandursache ist weiterhin unklar. Alle Konferenzteilnehmer wurden aus Sicherheitsgründen evakuiert. Nach einer mehrstündigen Sperrung kehrten die Delegierten am Abend auf das Gelände zurück, bereit, die Verhandlungen fortzusetzen, wobei möglicherweise eine Verlängerung des Gipfels nötig wird.
Unter den Betroffenen wurden insgesamt 21 Personen medizinisch betreut, wobei der Großteil Rauch eingeatmet hatte und einige an Angstzuständen litten. Glücklicherweise blieb der Schaden vergleichsweise begrenzt, und das Feuer wurde schnell eingedämmt. Der betroffene Bereich bleibt abgesperrt, doch der normale Konferenzbetrieb wurde bereits in den späten Abendstunden wieder aufgenommen. Bereits gab es einen weiteren unerwarteten Vorfall in dieser Woche, als indigene Gruppen das Konferenzgelände stürmten und den Eintritt zeitweise blockierten.

