Zwei Flugzeuge, zwei Minister: Die transatlantische Logistik
Das Thema der jüngsten Flugreisen von Außenminister Johann Wadephul und Vizekanzler Lars Klingbeil sorgt für Gesprächsstoff. Beide Politiker traten nahezu gleichzeitig eine Reise in die USA an, wobei sich ihre Flugrouten in Island kreuzten, wo die beiden Luftwaffenjets aus nicht allzu romantischen Gründen einen Tankstopp einlegten.
Die Entscheidung, zwei separate Maschinen einzusetzen, zog einige Augenbrauen hoch. Das Verteidigungsministerium verteidigte diesen Schritt mit der Begründung unterschiedlicher Reisepläne. Ein Ministeriumssprecher erklärte, dass die Programme von Außenminister Wadephul und Vizekanzler Klingbeil so unterschiedlich seien, dass eine Zusammenlegung unmöglich gewesen wäre. Wadephul hatte etwa bilaterale Treffen in Island und plante, von Washington nach New York weiterzureisen, was einen flexiblen Einsatz der Luftmittel erforderte.
Ein weiterer Erklärungsansatz für den Tankstopp beider Maschinen ist, dass lediglich kürzer reichende Flugzeuge zur Verfügung standen. Die Maschine mit größerer Reichweite war währenddessen bei einer anderen Mission: Bundeskanzler Friedrich Merz war auf dem Weg nach Indien. Zusätzlich machte der Gegenwind auf der Nordhalbkugel die Zwischenlandung in Island unvermeidlich.

