Zunehmende GPS-Störungen im skandinavischen Luftraum: Ein wachsames Auge auf Russland
Im schwedischen Luftraum haben sich die Vorfälle gezielter Störungen von Navigationssystemen drastisch erhöht. Die schwedische Transportbehörde vermutet russische Einmischung hinter den 733 bisher in diesem Jahr gemeldeten Attacken - ein signifikanter Anstieg gegenüber den 495 Fällen im gesamten Vorjahr. Angesichts dieser Situation äußerte Andreas Holmgren von der schwedischen Transportbehörde ernsthafte Bedenken über die Sicherheitsrisiken für die zivile Luftfahrt. Gleichzeitig beruhigt er: Piloten verfügen über alternative Navigationsmethoden, falls GPS ausfällt.
Auch im benachbarten Dänemark zeichnet sich ein wachsender Trend von GPS-Jammings ab. Laut der dänischen Transportbehörde, die mit der Nachrichtenagentur Ritzau sprach, wurden im Jahr 2023 von ein bis zwei monatlichen Fällen auf aktuell zwei wöchentliche erhöht.
Diese Störungen blockieren gezielt die Signale des satellitenbasierten Navigationssystems. Ein neuer Höhepunkt wurde erreicht, als ein Flugzeug mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mutmaßlich zum Ziel solcher Störversuche wurde. Trotz der Herausforderungen konnte die Maschine sicher in Plowdiw, Bulgarien, landen, was auch von den bulgarischen Behörden Russland als Verantwortlichen identifizierte.

