Zukunft des Mercedes-Benz-Werks Ludwigsfelde im Ungewissen
Die Brandenburger Landesregierung betrachtet die Perspektiven für die Sprinter-Serienproduktion von Mercedes-Benz in Ludwigsfelde mit Sorge. Der Stuttgarter Automobilhersteller erklärt, dass die Fertigung der offenen Varianten des Sprinter und E-Sprinter von der Nachfrage der Kundschaft abhängt. Dennoch bleibt der Gedanke bestehen, dass die Serienproduktion am Standort Ludwigsfelde planmäßig bis Ende 2029 eingestellt wird.
Diese Information wurde von Brandenburgs Wirtschaftsminister Daniel Keller auf Anfrage der CDU-Landtagsfraktion, basierend auf Gesprächen mit Vertretern der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite, bestätigt. Eine Absicherung der Beschäftigung am Standort ist bis Dezember 2029 vertraglich festgelegt. Für die Zeit danach liegt jedoch noch kein nachhaltiges Konzept zur Aufrechterhaltung des Beschäftigungsniveaus vor, was durch die mögliche Verlagerung der E-Sprinter-Produktion nach Polen weiter verkompliziert wird.
Mercedes-Benz teilte mit, dass das Unternehmen seit Mai 2023 in einem Dialog mit seinen Sozialpartnern steht, um die zukünftige Ausrichtung der Van-Sparte abzustimmen. Inzwischen wurde in Ludwigsfelde eine Anlauffabrik für die neue Elektro-Plattform Van.EA eingerichtet. Weitere strategische Möglichkeiten werden in Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern geprüft, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern und Kosten zu reduzieren.
Das Brandenburger Wirtschaftsministerium sieht dennoch Potenzial im Standort Ludwigsfelde, insbesondere aufgrund der engagierten Belegschaft. Die IG Metall hat angekündigt, sich vehement für den Erhalt des Werks einzusetzen und plant einen Aktionstag am 13. September. Zudem fordert die CDU-Landtagsfraktion Ministerpräsident Dietmar Woidke auf, sich persönlich für die Zukunft des Werks zu engagieren.

