Zukunft der Energie: Deutsche Erdgasförderung im Spannungsfeld
Die Debatte um die Erdgasförderung in Deutschland nimmt an Fahrt auf. Unstrittig ist, dass in Deutschland gefördertes Erdgas in puncto Klima vorteilhafter abschneidet als Flüssigerdgas (LNG), das aus den USA importiert wird. Damit ist die Nutzung heimischer Reserven nicht nur ökonomisch sinnvoll, sondern auch ein Beitrag zum Klimaschutz. Doch selbst geplante Projekte, wie die neue Plattform in der Nordsee, stoßen auf erheblichen Widerstand und geraten zunehmend zur politischen Zerreißprobe.
Bundesumweltminister Carsten Schneider von der SPD hat bereits klar Stellung bezogen und wird das Vorhaben nicht unterstützen. Auch die Deutsche Umwelthilfe sowie andere Umweltorganisationen haben bereits ihre rechtlichen Einwände formuliert. Diese kritischen Stimmen mahnen zur Wachsamkeit, da jede Förderung eine tiefgreifende Beeinträchtigung von Umwelt und Klima darstellt – mit weitreichenden Auswirkungen auf die gesamte Lebenswelt.
Unstrittig ist jedoch, dass kaum ein anderes Land der Welt so hohe Umwelt- und Sicherheitsstandards beim Thema Gasförderung vorzuweisen hat wie Deutschland und Europa. Diese Tatsache hebt den Anspruch, eine umweltfreundliche und verantwortungsvolle Ressourcenpolitik zu betreiben, nochmals hervor.

