Zukunft der deutschen Stahlindustrie: Merz gibt strategischen Kurs vor
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat bei einem Besuch im Saarland sein klares Bekenntnis zur Fortführung der Stahlproduktion in Deutschland bekräftigt. Angetrieben von der Vision, die Stahlindustrie nicht nur zu bewahren, sondern auch in Richtung 'grüne Stahlindustrie' zu transformieren, betont Merz die strategische Bedeutung dieser Branche für das Land. Die Gespräche mit wichtigen Standortverantwortlichen und Arbeitnehmern sollen in naher Zukunft intensiviert werden, um eine solide und zukunftssichere Stahlstrategie zu entwickeln.
Im Zuge der jüngsten Handelsvereinbarungen zwischen der USA und der EU stellt Merz klar, dass insbesondere die Verhandlung der Details in Bezug auf US-Zölle nun Priorität habe. Diese betreffen Stahlprodukte mit Zöllen von bis zu 50 Prozent. Der Fokus liege hierbei darauf, Exportkontingente zu sichern, die von diesen hohen Gebühren ausgenommen sind.
Die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) hebt die Bedeutung eines klaren Bekenntnisses der Bundesregierung zur Stahlindustrie hervor. Sie unterstreicht, dass für die Umstellung auf grünen Stahl klare Rahmenbedingungen und faire Energiepreise nötig sind. Zudem fordert sie den zügigen Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur, um die notwendige grüne Transformation voranzutreiben.
Der Besuch von Merz im Saarland, bei dem er auch die Völklinger Hütte und das CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit besichtigte, ist Teil seiner Antrittsbesuche in allen 16 Bundesländern. Diese symbolhaft-plakative Reise durch die Landesregierungen zeigt den Willen zur verstärkten regionalen Kooperation und zum Austausch.

