Zündstoff im Westjordanland: Genehmigung von Bauplänen sorgt für Spannungen
Ein israelischer Planungsausschuss hat kürzlich dem Bauvorhaben im sogenannten E1-Gebiet grünes Licht gegeben, was die Gemüter in der Region abermals erhitzt. Peace Now, eine israelische Organisation, die sich für den Frieden einsetzt, machte diese umstrittene Entscheidung publik. Die geplante Errichtung von etwa 3.400 Wohneinheiten zwischen Ost-Jerusalem und der Siedlung Maale Adumim stellt nicht nur ein bedeutsames Infrastrukturprojekt dar, sondern weckt auch geopolitische Befürchtungen.
Die besondere Brisanz dieses Bauvorhabens liegt in der geopolitischen Konsequenz, die eine solche Bebauung nach sich ziehen könnte. Das E1-Gebiet gilt schon lange als neuralgischer Punkt im Nahost-Konflikt. Eine Siedlung an dieser Stelle könnte das palästinensische Westjordanland in zwei nicht verbundene Gebiete spalten und somit die Aussicht auf einen zusammenhängenden Staat erheblich behindern.
Israels Finanzminister, Bezalel Smotrich, bekräftigte die Relevanz dieses Vorhabens und erklärte, es werde die ohnehin schwindenden Träume eines eigenständigen palästinensischen Staates endgültig zu Grabe tragen. Während Israel diese Entwicklungen als Schutzmaßnahme präsentiert, haben mehrere Staaten wie Frankreich, Kanada und Australien signalisiert, einen palästinensischen Staat offiziell anzuerkennen, um die Zweistaatenlösung zu fördern. Israel hingegen betrachtet dies als problematisch, insbesondere angesichts der jüngsten Ereignisse vom 7. Oktober 2023, und lehnt die Anerkennung ab.

