Zinsfantasien ausgebremst: US-Märkte im Sog der Fed-Entscheidungen
Die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen in den USA erhielten einen Dämpfer, was die Anleger vorsichtig stimmte. Doch die Verluste hielten sich in Grenzen. Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Minus von 0,38 Prozent bei 44.461,28 Punkten. Wie erwartet, hielt die Fed die Leitzinsen konstant, doch die Aussicht auf sinkende Zinsen bleibt gedämpft. Ökonom Thomas Gitzel von der VP Bank kommentierte, dass solide Arbeitsmarktberichte und anhaltende Inflationsraten eine Zinssenkung unwahrscheinlich machen. Einige Anleger hatten auf eine Lockerung der Geldpolitik gehofft, auch weil Präsident Trump dies energisch fordert.
Der S&P-500-Index sank leicht um 0,12 Prozent auf 6.362,90 Punkte, während der technologieorientierte Nasdaq 100 mit einem leichten Plus von 0,16 Prozent bei 23.345,41 Punkten den Handel beendete. Michael Heise von HQ Trust wies darauf hin, dass die stabile US-Konjunktur und die Unsicherheiten durch US-Importzölle gegen Zinssenkungen sprechen, während eine steigende Inflation zu erwarten ist.
Harley-Davidson überraschte die Märkte mit einem Kurssprung von über 13 Prozent dank einer neuen Partnerschaft mit den Investoren KKR und Pimco. Auf der anderen Seite litt GE Healthcare, dessen Aktien trotz positiver Gewinnprognosen um 7,8 Prozent fielen, angesichts eines herausfordernden Umfelds in China. Starbucks-Aktien verzeichneten nach anfänglichen Gewinnen einen kleinen Rückgang, da Umsatz und Profit der Kette enttäuschten.
Humana übertraf die Erwartungen und hob seine Gewinnprognosen an, was den Aktien einen Anstieg von 12,4 Prozent bescherte. Nike hingegen geriet durch enttäuschende Aussichten bei Adidas unter Druck und verlor 2,1 Prozent. Altria zeigte sich optimistisch bei den Gewinnprognosen für dieses Jahr, was den Aktienkurs um 3,6 Prozent steigen ließ.

