ZDF fragt: Wie nachhaltig ist LEGO wirklich?

Die neue Dokumentation «Greenwashed? LEGO: Wie grün sind die bunten Steine?» untersucht die Klimabilanz des Spielwarenriesen.
Das ZDF widmet sich am Sonntag, den 21. Juni 2026, um 15.30 Uhr der Nachhaltigkeitsstrategie von The Lego Group. Die Dokumentation Greenwashed? LEGO: Wie grün sind die bunten Steine? von Alesia Harrer begleitet Umweltreporter Sherif Rizkallah bei seiner Spurensuche rund um die Produktion der berühmten Klemmbausteine. Bereits ab dem 19. Juni ist der Film online abrufbar.
Im Zentrum steht die Frage, wie ernst es LEGO mit dem Klimaschutz tatsächlich meint. Der dänische Konzern arbeitet seit Jahren an Alternativen zum klassischen Kunststoff auf Erdölbasis. Unter anderem experimentiert das Unternehmen mit Pflanzenölen, recycelten Materialien und Bioplastik aus brasilianischem Zuckerrohr. Die Dokumentation reist dafür nach Brasilien und untersucht vor Ort, wie das Zuckerrohr angebaut und verarbeitet wird. Dabei geht es nicht nur um ökologische Vorteile, sondern auch um die Frage, ob solche Materialien überhaupt in ausreichender Menge verfügbar wären.
Das ZDF beleuchtet zudem die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns. LEGO ist inzwischen der umsatzstärkste Spielwarenhersteller der Welt und verkauft längst nicht mehr nur Kinderspielzeug, sondern auch hochpreisige Sammlerprodukte für Erwachsene. Genannt werden unter anderem Modelle aus den Universen von Star Wars, Harry Potter oder Marvel Cinematic Universe. Reporter Sherif Rizkallah beschäftigt sich im Film etwa mit dem fast 1.000 Euro teuren Todesstern-Bausatz sowie dem angekündigten «Herr der Ringe»-Modell Minas Tirith. Gerade diese immer größeren Sets stehen allerdings auch für steigenden Materialverbrauch und hohe CO2-Emissionen.
Bis 2032 will LEGO seine Emissionen um 37 Prozent senken. Dafür investiert das Unternehmen unter anderem in klimafreundlichere Produktionsprozesse sowie Technologien zur CO2-Entfernung aus der Atmosphäre. Die Dokumentation stellt jedoch die grundlegende Frage, ob Plastikspielzeug überhaupt nachhaltig produziert werden kann – oder ob es sich letztlich um klassisches Greenwashing handelt.

