Worauf muss bei Bausparverträgen geachtet werden?

Viele Deutsche wollen von der Niedrigzinssituation profitieren und sich den Wunsch vom Eigenheim verwirklichen. Von der Planung bis hin zur Vertragsunterzeichnung muss beim Bausparen jedoch einiges beachtet werden. Denn eine Baufinanzierung ist eine lebensbegleitende Entscheidung. Dabei kann auf unterschiedliche Finanzierungsarten zurückgegriffen werden. Vorteile und Risiken müssen gründlich abgewogen werden.
In erster Linie kommt es auf eine bestmögliche und umfangreiche Informationen und Beratung an. Denn Beratungsfehler beim Abschluss von Bausparverträgen kosten Bausparer unnötiges Geld. Dies hat jüngst das Ergebnis einer Studie von Stiftung Warentest ergeben. Grundsätzlich berieten die Bausparkassen im Test zwar besser als früher, es bestünde aber noch Verbesserungsbedarf. Worauf Bausparer besonders achten sollten, zeigt die nachfolgende Übersicht:
Die Bausparsumme:
Oftmals ist bei Bausparverträgen die Bausparsumme zu hoch angesetzt. Hat sich der Kunde etwa auf eine monatliche Sparsumme von 400 Euro festgelegt, und möchte in 10 Jahren seine Immobilie finanzieren, würde sich der Zugriff auf das Darlehen mitunter bei einigen Bauspar-Anbietern um fünf Jahre hinauszögern.
Zu hohe Summe am Ende der Laufzeit:
Einige Sparer schließen hingegen einen Bausparvertrag mit einem zu hohen Guthaben ab. So kann es vorkommen, dass die zum Ende der Laufzeit angehäufte Summe die nötige Menge für die Auszahlung (40 Prozent der angesparten Summe) deutlich überschreitet. Das schadet dem Bausparer, denn zum einen hat er eine unnötig hohe Summe zu niedrigen Zinsen angelegt, zum anderen hat sich der zinsgünstige Darlehensanspruch verringert.
Kreditraten zu hoch:
Ein Problem bei Bausparverträgen ergibt sich dann, wenn Kunden zu hohe Raten vereinbart haben. Kunden haben für die Rückzahlung der Kredite mitunter nur zwischen acht und elf Jahren Zeit. Somit sind die Raten für das Darlehen höher als beispielsweise bei einem Immobiliendarlehen von einer Sparkasse oder Bank.
Keine transparenten Verträge:
Fehlende Transparenz ist ein weiteres Manko, das bei Abschlüssen von Bausparverträgen zum Tragen kommt und sich als nachteilig erweisen kann. Werden keine Spar- und Tilgungspläne aufgestellt, Gebühren verschwiegen und Detailfragen nicht geklärt, können die Bausparverträge nur schwer mit denen der Konkurrenz verglichen werden. Oftmals fehlen Unterlagen, um den Inhalt des Vertrages besser nachvollziehen zu können.
Dies sind nur einige Punkte, die Bausparern beachten sollten. Wer einen Bausparvertrag abschließt, sollte unter anderem auch im Hinterkopf behalten, dass eine Gebühr von einem Prozent auf die Bausparsumme zu entrichten ist. Bausparverträge sollten zudem immer genau auf die Kunden abgestimmt sein. Eine individuelle Beratung ist in jedem Fall unverzichtbar, um die Baufinanzierung genau zur jeweiligen Lebensplanung anzupassen.

