Wohnung entrümpeln: So gehst du am besten vor

Fall #1: Die eigene Wohnung und der Keller quellen über vor Sachen, von denen du dich "eigentlich!" schon lange trennen wolltest. Oder du ziehst in eine neue Wohnung und willst dabei einen Neustart wagen. Fest steht: Zu viele Sachen haben sich in deiner alten Bleibe angesammelt, alles Zeug, dass du seit Jahren nicht mehr benutzt oder auch nur angesehen hast.
Fall# 2: Eure Kinder sind aus dem Haus und haben längst ihren eigenen Hausstand und ihre Familien gegründet. Entweder wollt ihr euch verkleinern, oder ihr wollt das Kinderzimmer endlich für euch, als Ruhe-, Lese- oder Yogaraum. Wohin mit den vielen Sachen und Möbeln?
Fall #3: Ein naher Angehöriger, Elternteil, Onkel oder die Großeltern müssen plötzlich in ein Heim. Jetzt ist guter Rat gefragt: Die Mietwohnung muss fristgerecht gekündigt und besenrein übergeben werden. Oder das Haus muss geräumt und womöglich schnell verkauft werden.
Was tun, wenn es einmal so weit ist? Ein paar Tipps, die das Entrümpeln leichter machen. Es gibt viele gute Gründe, über das Entrümpeln nachzudenken. Denn wer es mit Entrümpeln zu tun hat, hat mit dem Leben zu tun. Und das lässt sich nur bis zu einem gewissen Grad planen. Doch wenn es einmal so weit ist: Wie gehst du am besten vor? Was kommt zuerst, was danach und was zu guter Letzt?
Entrümpelungsprofis wissen, dass Planung und Vorbereitung das A und O sind. Auch die richtige Einstellung. Denn so einfach das Entrümpeln auf den ersten Blick auch aussieht, dahinter stecken mehr Fallstricke, als du vermuten würdest. Mit dem bloßen Rauswerfen von Sachen hat Entrümpeln jedenfalls nichts zu tun.
Plane und sortiere
Mache dir auf jeden Fall einen Ablaufplan und einen Zeitplan. Frage dich: Womit will ich beginnen? Und womit will ich wann und wo fortfahren? Wichtig: Lege fest, wann du mit der ganzen Entrümpelung fertig sein willst oder musst.
Unterteile die Wohnung oder das Haus nach Wohnbereichen, Zimmern oder Etagen Überlege, wie du vorgehst. Mache einen Ablaufplan. Welches Zimmer zuerst? Wann ist die Küche oder wann der Keller dran? Wenn du lieber systematisch und themenorientiert arbeitest, mache dir eine (Check)Liste und teile deine Dinge und Sachen in Sachgruppen ein. Ausrangierte Digitalgeräte, Bücher, Schulhefte oder alte Zeitschriftenstapel, CD's, Schuhe oder Kleider - nach all dem kämmst du später Zimmer für Zimmer durch und sortierst die Dinge der Reihe nach aus. Welches Vorgehen effizienter ist, hängt davon ab, was dir leichter fällt.
Besorge Abfallsäcke
Auch wenn du noch nicht genau weißt, wovon du dich trennen wirst - sorge dafür, dass du für das, was wegkommen kann, eigene Säcke oder andere Gefäße wie z.B. Tonnen bereit hältst. Bilde nach Möglichkeit keine offenen Stapel, schon gar nicht auf dem Fußboden. Sie lenken dich nur ab und machen das Ganze unübersichtlich.
Stelle Abstellflächen bereit
Entrümpeln heißt oft auch: Zuerst Aufräumen. Volle Regale oder Schreibtische entrümpeln nicht gern. Das heißt: Stelle möglichst viele freie Flächen bereit, auf denen du Sachen ablegen oder sortieren kannst. Nutze so wenig wie möglich dazu den Fußboden. Optimalerweise ist dieser für die Abfallsäcke vorgesehen.
Was weg ist, ist weg
Merke: Was du einmal in einen Abfallsack gestopft hast, das bleibt da drin. Bleibe eisern: Was weg ist, ist weg und wird nicht mehr rausgeholt! Morgen hast du es schon eh wieder vergessen. Diese Regel ist essenziell, wenn du im Zeitplan und vor allem frisch bleiben willst. Erst recht, wenn du gegen den nächsten Punkt anfällig bist.
Erinnerungen und Zweifel: Unterschätze nie den psychologischen Faktor
Die Erfahrung zeigt: Das größte Hindernis beim Entrümpeln sind oft wir selbst. Daher musst du zuerst deinen eigenen Kopf entrümpeln, bevor du mit Wohnung oder Haus startest. Sobald du merkst, dass du anfängst, in Erinnerungen zu schwelgen und mit dem Entsorgen aus sentimentalen Gründen zögerst: Denke an deinen Fahr- und Zeitplan! Mache dir nochmals klar, wann du fertig werden willst. Sage es laut. Und führe dir immer wieder vor Augen, was das Ziel dieser Entrümpelung ist. Das Warum.
Wehre 'Killerfragen' ab
Diese Maßnahmen helfen auch, um kontraproduktive Fragen abzuwehren. "Was ist, wenn ich es nicht mehr habe?" "Bereue ich es morgen vielleicht schon?" "Vielleicht kann ich das nochmal gebrauchen?" Im Nu sind nicht nur deine oft knappe Zeit, sondern auch deine wertvolle Energie weg. Am Ende trittst du auf der Stelle und behältst weit mehr, als du eigentlich behalten wolltest. Je mehr du dir dessen bewusst bist, umso mehr kannst du diese blockierende Psychofalle beim Entrümpeln vermeiden.
Die drei Helferfragen
Zögerst du immer wieder, so stelle die drei Fragen. Was von meinen Sachen will ich ausmisten? Was will ich behalten? Und worüber will ich doch noch einmal nachdenken? Ordne in Gedanken jeder dieser Frage unterschiedliche Farbmarker zu. Markiere dann im Kopf jeden Gegenstand, den du in die Hand nimmst oder den du in Betracht ziehst. Dann entscheide.
Heuere Leute an, die davon mehr verstehen als du
Du musst nicht alles selbst machen. Wenn dir die Sache über den Kopf wächst, rufst du einfach eine Firma an, die was von Entrümpelungen und Haushaltsauflösungen versteht. Die Profis, z.B. für die Entrümpelung in Berlin schauen sich die Wohnung oder das Haus an, inspizieren Keller, Dachboden und Garage, schätzen den Aufwand und machen dir ein Angebot. Dann lasse los. Was für dich womöglich ein Megastress ist, ist für die Profi-Entrümpeler von da an nur noch reine Routine.

