Wirtschaftsaufschwung durch neue politische Impulse in Aussicht
Die deutsche Wirtschaft könnte in Kürze neuen Schwung erhalten, denn die frisch eingesetzte Bundesregierung plant mit ehrgeizigen Reformen. Lars Klingbeil, der Finanzminister der SPD, konzentriert sich auf rasche wirtschaftliche Veränderungen und kündigt im Vorfeld des Koalitionsausschusses von Union und SPD die finalen Weichenstellungen bis zum Sommer an.
Bei einem Treffen der G7-Finanzminister im kanadischen Banff äußerte sich Klingbeil optimistisch über die bevorstehende Agenda, die klare wirtschaftspolitische Orientierung präsentieren soll. Ein zentraler Baustein der Pläne ist der sogenannte "Investitionsbooster", der Unternehmen für drei Jahre erhöhte Abschreibungsmöglichkeiten von bis zu 30 Prozent auf Investitionen gewähren wird.
Diese Maßnahme soll neben bedeutenden öffentlichen Ausgaben im Infrastrukturbereich auch substanzielle private Investitionen auslösen. Klingbeil zeigt sich zuversichtlich, dass Unternehmen zügig aktiv werden, Investitionszurückhaltungen aufgeben und somit das wirtschaftliche Vorwärtskommen in Deutschland befördern.
Auch international treibt Klingbeil den Dialog voran, insbesondere mit den USA im bestehenden Handelskonflikt. Er zeigte sich nach den Gesprächsen mit seinen G7-Kollegen optimistisch, dass Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen der EU-Kommission und den USA erzielt werden könnten.
Die Dringlichkeit wird durch Äußerungen von Bundesbank-Präsident Joachim Nagel untermauert, der auf die instabilen Finanzmärkte im April infolge der Zollstreitigkeiten hinwies. Nagel betont die Notwendigkeit der Markterholung und deutet an, dass die Botschaften der vergangenen Monate nun angekommen seien.

