Wirecard-Aktie: Unternehmen geht strategische Partnerschaften ein

In der ersten Jahreshälfte 2019 wurde Wirecard stark von monatelangen Bilanzvorwürfen belastet. Für die Papiere des Unternehmens bedeutete das eine Berg- und Talfahrt nach wiederholten Vorwürfen der Financial Times. Ende Mai gab es neue Gerüchte um dubiose Trading-Seiten, unter denen die Wirecard-Aktie erneut litt.

Wirecard: Stärke des Unternehmens

Bei all den Problemen, die das Unternehmen in diesem Jahr hatte, sollten Anleger aber auch einen Blick auf die Stärken und auf die Entwicklung von Wirecard werfen. Betrachtet man die Zahlen, so steigerte Wirecard seinen Umsatz im ersten Quartal um 35 Prozent auf 567 Millionen Euro und auch das Ergebnis nach Steuern wuchs, trotz der genannten Probleme, um 50 Prozent auf 106 Millionen Euro. Und auch in Sachen Wachstum konnte der Zahlungsdienstleister Erfolge verbuchen.

Zahlungsabwicklung für getnow

Kürzlich wurde bekannt, dass Wirecard die Zahlungsabwicklung für den Online-Supermarkt getnow übernimmt. getnow arbeitet mit METRO zusammen. Das Unternehmen bezieht Lebensmittel vom Großhändler und liefert diese noch am selben Tag an Kunden aus. Mit Wirecard könne getnow seinen Kunden eine große Auswahl an Bezahlmöglichkeiten anbieten und Wirecard könne den Trend zum Online-Lebensmittelkauf mit "State-of-the-Art" Bezahlmethoden weiter vorantreiben, erklärte das Unternehmen in einer Mitteilung. Der Online-Lebensmittelhandel berge großes Potenzial, denn im Einzelhandel gäben die Verbraucher in Deutschland jährlich über 200 Milliarden Euro für Lebensmittel aus. Zudem wäre dieses Segment eines der wachstumsstärksten im E-Commerce.

"Lebensmittel online einzukaufen ist effizient und ergibt vor allem für wiederkehrende Einkäufe Sinn. Somit freuen wir uns durch die Digitalisierung von Zahlungsprozessen die Branche auch global weiter zu unterstützen. Mittlerweile sind so gut wie alle Konsumgüter-Sparten voll digitalisiert, so dass wir einen eindeutigen Trend hin zum Unified Commerce über alle Verkaufskanäle hinweg sehen - hierbei spielt der Online-Lebensmitteleinzelhandel eine entscheidende Rolle", erklärte Christian Reindl, Executive Vice President Retail & Consumer Goods bei Wirecard.

Cyber-Security-Lösungen mit cyan

Wie bekannt wurde, gehe Wirecard zudem mit dem Münchner Cyber Security Spezialisten cyan eine langfristige Partnerschaft ein. Ziel der Kooperation sei es, die Endgeräte der Kunden von Banken und Finanztechnologie-Unternehmen sicherer zu machen. Hierbei spielt der Trend zur mobilen Nutzung von Finanzdienstleistungen eine wichtige Rolle, denn die Sicherheitsanforderungen im Umgang mit solch sensiblen Daten steigen damit. Mithilfe der "Endpoint-Security"-Lösung von cyan will Wirecard die Endgeräte der Nutzer seiner Apps vor Viren, Identitätsdiebstahl, Malware und sonstigen schädlichen Programmen schützen.

Kilian Thalhammer, VP Produkt Management Payment & Risk bei Wirecard, meint, dass die Apps, die Wirecard entwickle die höchsten Sicherheitsstandards erfüllten. Das Unternehmen könne durch die neue Partnerschaft mit cyan aber nicht nur die Sicherheit der Kundendaten innerhalb der Apps sicherstellen, sondern auch zur Sicherheit der Endgeräte beitragen. "Der Leistungsumfang sowie die modulare Architektur der Lösung von cyan aber auch die Vielzahl gemeinsamer Bestandskunden haben uns überzeugt", erklärt Thalhammer.

Durch diese neuen Kooperationen stärkt Wirecard weiter sein operatives Wachstum. Denn weitere Partnerschaften führen zu einem höheren Transaktionsvolumen und damit zu steigenden Umsätzen. Es wird bestimmt nicht lange dauern, bis Wirecard den nächsten prominenten Partner findet.

Aktie im Fokus
[finanzen.net] · 11.07.2019 · 17:15 Uhr
[0 Kommentare]
 
Diese Woche
22.07.2019(Heute)
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

 
WIR BEZAHLEN DICH FÜR DEINEN BESUCH
Schon mehr als 1.000.000 Euro ausgezahlt.
0,2¢ pro Aufruf | € 1,00 pro Referral | kostenlos | mehr Infos
mit seit 1999 ×