Wiener Börse schließt stabil – Anzeichen von Optimismus in Österreich
Der österreichische Aktienmarkt zeigte sich am Donnerstag in ruhigem Fahrwasser und schloss nahezu unverändert. Der ATX, der Leitindex Österreichs, verzeichnete einen minimalen Rückgang von 0,07 Prozent und landete bei 4.357,73 Punkten. Im restlichen Europa war die Anlegerstimmung nach den Abschlägen des Vortages tendenziell positiv, was nicht zuletzt durch eine leichte Entspannung im Nahost-Konflikt begünstigt wurde. US-Präsident Donald Trump kündigte zudem neue Gespräche mit dem Iran für die kommende Woche an, was für zusätzliche internationale Entspannung sorgte.
Im Fokus standen darüber hinaus aktualisierte Wirtschaftseinschätzungen für Österreich. Sowohl das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) als auch das Institut für Höhere Studien (IHS) äußerten sich optimistischer über die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Während Wifo für das Gesamtjahr eine Stagnation prognostiziert, rechnet IHS mit einem leichten Wachstum von 0,1 Prozent. Diese Einschätzungen stehen im Kontrast zu den düstereren Prognosen vom März, die noch von einem Rückgang ausgingen.
Auf Unternehmensseite hielt sich die Nachrichtenlage in Grenzen. Bei den Aktien zeigte sich eine gemischte Performance: Andritz stieg um 2,3 Prozent, nachdem der steirische Maschinenbauer die Übernahme der italienisch-spanischen Salico-Gruppe bekannt gab, einschließlich deren weltweiten Tochtergesellschaften. Der Rückgang bei den schwergewichteten Bankaktien war spürbar, mit Verlusten bei Bawag, Erste Group und Raiffeisen Bank International. KapschTrafficCom erholte sich nach einem Kurssturz am Vortag um 1,9 Prozent, während Bauwerte wie Porr und Strabag deutliche Gewinne von 4,8 beziehungsweise 2,3 Prozent verbuchten.

