Wiedereröffnung des Rafah-Grenzübergangs: Ein Hoffnungsschimmer für den Gazastreifen
Der strategisch bedeutsame Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen soll am kommenden Sonntag wieder für den Personenverkehr zugänglich gemacht werden. Diese Entscheidung, die sowohl von der israelischen Cogat-Behörde als auch vom Militär bestätigt wurde, folgt auf den anhaltenden Druck der Vereinigten Staaten, die eine zentrale Rolle im Rahmen eines von Washington initiierten Friedensplans für Gaza spielen.
Der Ein- und Ausreiseverkehr wird in enger Zusammenarbeit mit Ägypten erlaubt, nachdem Israel eine umfassende Sicherheitsüberprüfung vorgenommen hat. Die Europäische Union wird durch die Mission Eubam Rafah die Prozesse überwachen. Dieses Verfahren ähnelt dem im Januar 2025 etablierten Mechanismus.
Allerdings bleibt die Rückkehr in das kriegsverwüstete Küstengebiet zunächst ausschließlich Palästinensern vorbehalten, die aufgrund der Kämpfe geflohen sind. Angaben zufolge beläuft sich die Zahl dieser Rückkehrwilligen auf 42.000. Konkrete Details zur täglichen Anzahl der möglichen Ein- und Ausreisenden bleiben bislang vage.
Der Rafah-Grenzübergang, der mehr als ein Jahr geschlossen war, ist für den Gazastreifen essenziell, da er die einzige Verbindung zur Außenwelt darstellt, die nicht über israelisches Territorium führt. Der israelische Einfluss beschränkt sich auf die Kontrolle der Gaza-Seite des Übergangs, während humanitäre Hilfsgüter weiterhin über alternative Routen in das umkämpfte Gebiet transportiert werden.

