Wiederaufnahme der IAEA-Mission im Iran: Ein Schritt in Richtung Diplomatie
Die jüngst eingetretene Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran eröffnet neue Möglichkeiten zur Deeskalation im brisanten Konflikt um das iranische Atomprogramm. Rafael Grossi, Leiter der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), hob in einer offiziellen Erklärung die Dringlichkeit hervor, die Arbeit seiner Behörde im Iran zügig wieder aufzunehmen. Diese sei essenziell für eine diplomatische Lösung zur Beilegung der Streitigkeiten um Irans Atomaktivitäten, so Grossi.
In einem Schreiben an den iranischen Außenminister Abbas Araghtschi machte Grossi unmissverständlich klar, wie wichtig eine baldige Zusammenarbeit sei. Er schlug zudem ein baldiges Treffen vor, um die Details der Kooperation zu klären. Die Inspektoren der IAEA sind seit Beginn der Konfliktphase im Iran präsent geblieben und äußerten ihre Bereitschaft, ihre Untersuchungen in den Atomanlagen rasch wieder fortzusetzen.
Ihre letzte Überprüfung fand kurz vor den israelischen Luftangriffen am 13. Juni statt, wobei sie umfangreiche Mengen an hochangereichertem Uran dokumentierten. Derweil brodelt in Teheran die Gerüchteküche über eine mögliche Beendigung der Zusammenarbeit mit der IAEA. Noch bleibt ungewiss, wie groß die Schäden an den iranischen Atomeinrichtungen durch die jüngsten militärischen Vorstöße Israels und der USA tatsächlich sind.
Nichtsdestotrotz bekräftigte Abbas Araghtschi jüngst, dass der Iran unvermindert an seinem Atomprogramm festhalten werde.

