Westliche Staaten warnen vor nuklearer Gefahr in der Ukraine
Die Besorgnis über einen möglichen nuklearen Unfall in der Ukraine wächst: Zwölf westliche Staaten, darunter Deutschland, äußerten in einer Sondersitzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien tiefe Bedenken über die anhaltenden russischen Angriffe auf die kritische Energieinfrastruktur der Ukraine. Diese Attacken haben nicht nur Millionen von Menschen den berüchtigten Wintertemperaturen ausgesetzt, sie haben auch die Wahrscheinlichkeit eines Atomunfalls gefährlich in den Bereich des Möglichen verschoben.
Die Gruppe wies darauf hin, dass Angriffe auf Umspannwerke und die fortschreitende Zerstörung des Elektrizitätsnetzes auch die nukleare Sicherheit gefährden. Ein stabiler Betrieb von Atomkraftwerken erfordert schließlich eine gesicherte Stromzufuhr, ohne die eine sichere Kühlung der Anlagen nicht gewährleistet werden kann, was im schlimmsten Fall in eine Kernschmelze münden könnte.
IAEA-Direktor Rafael Grossi appellierte eindringlich an die internationalen Verantwortungsträger und unterstrich, dass Schäden an Umspannwerken die Grundlage der nuklearen Sicherheit gefährden könnten. Michail Uljanow, der russische Vertreter bei der IAEA, entgegnete jedoch entschieden, dass die Atomkraftwerke der Ukraine mit der derzeitigen Situation problemlos umgehen könnten.
Interessanterweise setzte sich die Gruppe, die diese Warnung aussprach, aus Ländern wie Belgien, Frankreich, Großbritannien und weiteren europäischen Staaten zusammen – bemerkenswerterweise ohne die Beteiligung der USA. Währenddessen hatte der ehemalige US-Präsident Donald Trump öffentlich erklärt, er habe sich direkt an den russischen Präsidenten Wladimir Putin gewandt, um ihn zu ersuchen, für eine Woche die Angriffe auf die Ukraine aufgrund der winterlichen Kälte einzustellen. Russlands Diplomat Uljanow lobte in diesem Kontext die "Realpolitik" zwischen Trump und Putin, während er die Bedeutung der IAEA-Sitzung als unwesentlich abtat.

