Western Union zielt mit ‘Stable Card’ auf Hochinflationsmärkte

Bei der UBS Global Technology and AI-Konferenz letzte Woche sagte der Finanzvorstand von Western Union, Matthew Cagwin, dass die Initiative helfen würde, den Wert von Überweisungen zu erhalten, indem sie eine stabile Alternative zu schnell abwertenden lokalen Währungen bietet.
“Imagine a world where your family in the US is sending you $500 home, but by the time you spend it in the next month, it’s only worth $300,” sagte Cagwin und nannte Argentinien als ein wichtiges Beispiel für ein Land mit inflationsbedingten Problemen mit einer Inflation von über 30%.
“We can see a good utility for our stable card there, which is an increment to our prepaid card we have today here in the US.”
Bekämpfung der Inflation mit Stablecoins
Das Unternehmen entwickelt auch seinen eigenen Kryptowährungstoken und nutzt seine Präsenz in 200 Ländern, um Vertriebs-Vorteile gegenüber typischen Krypto-Projekten zu schaffen.
Diese Initiative ist Teil einer umfassenderen Strategie für digitale Vermögenswerte, die das Digital Asset Network umfasst, welches Verbindungen zu On/Off-Ramp-Anbietern und Stablecoin-Abwicklungen beinhaltet.
“We think that we can make a market for our coin in those markets, and we wanted to be able to control the economics, control the compliance, and control the overall distribution, and we think we can grow that beyond that,” sagte Cagwin.
Western Union kündigte seinen Plan an, den US-Dollar Payment Token (USDPT), seine neue Stablecoin, Ende Oktober einzuführen. Es wurde auch ein auf Solana basierendes “Digital Asset Network designed to bridge the digital and fiat worlds.” angekündigt.
“As we evolve into the digital assets space, Western Union’s USDPT will allow us to own the economics linked to stablecoins,” sagte Devin McGranahan, Präsident und CEO von Western Union.
Inflation steigt in diesen Ländern
Venezuela hat mit 172% die höchste Inflation der Welt. Auch der Südsudan weist eine dreistellige Inflation auf.
Iran, Haiti, Argentinien und die Türkei verzeichnen ebenfalls extreme Inflationsraten, die zwischen 30% und 45% liegen. In vielen entwickelten Ländern wie dem Vereinigten Königreich, Russland, Österreich und Australien bleibt die Inflation nach den Pandemie-bedingten Lockdowns hartnäckig hoch.
Ein weiteres Problem ist, dass Regierungs- und Zentralbank-Inflationszahlen oft unterbewertet sind und selten die Realität widerspiegeln. Sie beinhalten nicht alltägliche Ausgaben wie Lebensmittel und Energiekosten, die in den meisten Ländern konstant steigen.

