Wenn die Wettsucht das Leben bestimmt

Eine kleine Wetter am Wochenende hat noch niemanden geschadet. Vor allem nicht, wenn man sich die Bundesliga Prognose anschaut. Da zuckt dem Einen oder dem Anderen durchaus der Finger, um darauffolgend eine Wette abzuschließen. Doch natürlich sollte man in diesem Bereich sehr vorsichtig sein. Denn aus einer Wette können ganz schnell viele Wetten werden und aus vielen Wetten werden ein sogenanntes Spielsuchtverhalten.
Die Spielsucht oder auch Wettsucht ist in Deutschland eine anerkannte Krankheit, die nur in wenigen Fällen erfolgreich behandelt werden kann. Grundlegend geht man davon aus, dass man die Spielsucht oder auch die Wettsucht nicht vollständig behandeln kann. Wissenschaftler und auch Psychiater haben lediglich herausgefunden, wie man das Verlangen stillen kann, ohne dabei Geld zu verlieren. Um zu erkennen ob man in der Wettsucht bereits verankert ist, möchten wir nun die Symptome und natürlich die Ursachen definieren.
Die Ursachen der Wettsucht
Die Ursachen der Wettsucht sind sehr unterschiedlich. Man geht davon aus, dass es einzelne Ursachen für pathologisches Spielen gibt. Mehrere Faktoren spielen natürlich hier eine enorme Rolle. Wissenschaftler haben erkannt, dass genetische Faktoren ebenso eine Rolle spielen wie Umwelteinflüsse. Eltern, die bereits unter einer Spielsucht gelitten haben, geben dieses Merkmal häufig an ihre Kinder weiter. Natürlich wird nicht jedes Kind sofort wettsüchtig. Doch die Gefahr besteht zu etwa 20%. Natürlich gibt es noch ganz andere Ursachen, die zu einer Wettsucht führen können. Eine gestörte Beziehung zum Vater oder zu den Eltern hat unter anderem einen auslösenden Faktor. Auch der Umgang mit Emotionen spielt eine wichtige Rolle. So wird häufig die Spielsucht oder auch die Wettsucht zur Emotionsregulation verwendet.
Hat ein Spieler einen Gewinn erzielt, dann hat dieser das Gefühl, die Kontrolle über die Emotion zu besitzen. Ein Gewinn vermittelt dem Spieler Selbstwertgefühl. Ebenfalls mit zu den Ursachen gehören biologische Faktoren. Ist unser Gehirn sehr anfällig für Reize, dann kann es durchaus dazu kommen, dass die Wettsucht für denjenigen einen besonderen Reiz darstellt. In den meisten Fällen wird der Botenstoff Dopamin ausgeschüttet. Diesen empfinden wir auch beispielsweise beim Essen oder beim Trinken. Dieser Botenstoff kann jedoch süchtig machen.
Kann die Wettsucht behandelt werden?
Die Wettsucht, die umgangssprachlich auch als Spielsucht beschrieben wird, kann natürlich behandelt werden. Man muss jedoch dabei beachten, dass viele psychologische Termine notwendig sind, um die Ursachen und die Behandlung erfolgreich zu erkennen. Medikamente gegen eine solche Sucht gibt es leider noch nicht. Jedoch kann man mit Verhaltenstherapie schnell den persönlichen Grund erkennen und anschließend zur Behandlung greifen.

