Watch Dogs Film: Schauspieler Tom Blyth verrät, wie das Drehbuch die Gegenwart seziert
Seit dem Ende der Dreharbeiten zu Watch Dogs herrschte nahezu komplettes Schweigen rund um das lang erwartete Filmprojekt. Weder Ubisoft noch die beteiligten Filmstudios haben sich bislang mit nennenswerten Details gemeldet. Nun hat Hauptdarsteller Tom Blyth erstmals öffentlich über das Drehbuch gesprochen – und seine Aussagen klingen nach deutlich mehr als bloßer Nostalgie. Was den Film von typischen Spieleverfilmungen abheben könnte, steckt in einem einzigen, eindringlichen Satz.
Ein Drehbuch mit echter Sprengkraft
Tom Blyth, bekannt als Coriolanus Snow aus The Hunger Games: The Ballad of Songbirds and Snakes, gab in einem Interview erstmals Einblicke in das Filmprojekt rund um die Spielreihe Watch Dogs. Seine Worte ließen aufhorchen: Das Drehbuch „reißt die Welt, in der wir heute leben, auseinander“ – ein unmissverständlicher Verweis auf die Kernthemen der Reihe, allen voran Massenüberwachung und die bedenkenlose Abhängigkeit von vernetzten Systemen. Blyth räumte dabei offen ein, selbst kein leidenschaftlicher Gamer zu sein, die Botschaft der Marke aber sehr wohl verstanden zu haben. Mehr Details konnte er nicht preisgeben, doch bereits dieser eine Satz lässt erahnen, dass die Produktion gesellschaftliche Sprengkraft in sich trägt – und sich keineswegs hinter seichter Actionunterhaltung versteckt.
Starke Besetzung, erfahrene Crew
Was die Produktion angeht, liest sich die Besetzungsliste beeindruckend: Neben Blyth stehen Sophie Wilde (Talk to Me), Markella Kavenagh (The Lord of the Rings: The Rings of Power) und Victoria Bata (Pitch Perfect 3) vor der Kamera. Das Drehbuch stammt von Christie LeBlanc, die bereits mit Oxygen ihr Gespür für beklemmende, gesellschaftsrelevante Szenarien unter Beweis stellte. Regie führt der französische Filmemacher Mathieu Turi, dessen Arbeiten Meander und The Deep Dark eine ausgeprägte Vorliebe für klaustrophobische Spannung erkennen lassen. Hinter dem Projekt stehen Ubisoft, New Regency, Sony Pictures und Columbia Pictures – eine Konstellation, die auf eine breite Kinoauswertung hindeutet. Trotz allem hüllen sich alle Beteiligten weiterhin in Schweigen, was Trailer oder Kinostart betrifft.
Die Spielreihe als Fundament
Watch Dogs blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Das erste Spiel erschien 2014 mit Aiden Pearce als Hauptfigur im überwachten Chicago, gefolgt von Watch Dogs 2 im Jahr 2016, das mit Marcus Holloway in der San Francisco Bay Area eine frischere, leichtfüßigere Atmosphäre schuf. Das bislang letzte Kapitel, Watch Dogs: Legion aus dem Jahr 2020, spielte im London des Jahres 2029 und setzte auf ein System ohne feste Hauptfigur – stattdessen konntest du nahezu jeden Passanten als Mitglied der Hackergruppe DedSec rekrutieren. Gerüchten zufolge könnte Ubisoft diesen Teil mit einer Director’s Cut Version erneut ins Rampenlicht rücken – möglicherweise auch als willkommene Begleitung zum kommenden Film.


