Warum Ionos 2026 wieder deutlich zulegen will
Umsatzziel für 2025 gesenkt, Marge steigt
Für das laufende Geschäftsjahr musste Ionos seine Wachstumserwartungen beim Umsatz zurücknehmen. Statt eines währungsbereinigten Plus von rund acht Prozent rechnet das Unternehmen nun nur noch mit etwa sechs Prozent. Hintergrund sind vor allem Projektverschiebungen im Kundengeschäft, die kurzfristig auf die Erlösentwicklung drücken.
Gleichzeitig hebt der Vorstand jedoch das Margenziel an. Die bereinigte Ebitda-Marge soll 2025 nun bei etwa 36,5 Prozent liegen, nach zuvor in Aussicht gestellten 35 Prozent. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) soll dennoch wie geplant um rund 17 Prozent auf etwa 480 Millionen Euro steigen. Kostendisziplin und ein höherer Anteil margenstarker Dienstleistungen federn damit die schwächere Umsatzdynamik ab.
2026 wieder klarer Wachstumskurs
Für das kommende Jahr stellt Ionos wieder spürbare Zuwächse in Aussicht. Der Umsatz soll 2026 währungsbereinigt um rund sieben Prozent wachsen. Beim bereinigten Ebitda erwartet der Vorstand sogar ein Plus von etwa zehn Prozent auf rund 530 Millionen Euro.
Wachstumstreiber sollen unter anderem neue KI-gestützte Dienste sein, mit denen Ionos seine Angebote im Cloud- und Hosting-Geschäft weiter ausbauen will. Das Unternehmen setzt darauf, dass sich verschobene Projekte wieder materialisieren und zusätzliche Nachfrage aus dem Bereich digitaler Infrastruktur entsteht.
Fazit
Kurzfristig bleibt das Geschäft bei Ionos von Zurückhaltung und Verzögerungen geprägt. Operativ zeigt sich der Konzern jedoch widerstandsfähig und profitabler als zunächst erwartet. Mit dem Fokus auf Effizienz und neue KI-basierte Services positioniert sich Ionos für eine Rückkehr auf einen stabileren Wachstumspfad im Jahr 2026.


