Warner entscheidet: Netflix schlägt Paramount im Übernahmekampf

Der Film- und Medienriese Warner Brothers Discovery hat in einem spannenden Übernahmepoker die von Paramount Skydance vorgelegte Offerte abgelehnt, um sich stattdessen dem Angebot von Netflix zuzuwenden. Die Unternehmensführung riet ihren Aktionären eindringlich von der Annahme des "unaufgefordert" eingereichten Paramount-Angebots ab und hob hervor, dass dieses im Vergleich zur Netflix-Offerte unzureichend sei. Diese Entscheidung fiel einstimmig, was den positiven Zuschlag zur Streamingplattform unterstreicht.
In einem vom Vorstandsvorsitzenden David Zaslav verfassten Brief an die Belegschaft äußerte sich dieser zufrieden über die bereits unterzeichnete Vereinbarung mit Netflix. Zaslav verdeutlichte, dass die laufenden Verhandlungen auf die Einhaltung regulatorischer Rahmenbedingungen abhängen, und betonte, dass das Vorgehen im besten Interesse der Aktionäre liege. Der Vorstand habe das Paramount-Angebot sorgfältig geprüft und dennoch verworfen.
Paramount, das durch Persönlichkeiten wie Oracle-Gründer Larry Ellison und seinen Sohn David unterstützt wird und hinter namhaften Sendern wie CBS und Nickelodeon steht, hatte ein attraktives Barangebot von 30 US-Dollar je Aktie für Warner Brothers angeboten. Demgegenüber steht das Netflix-Angebot mit einem Gegenwert von 27,75 Dollar, das jedoch die Zustimmung des Warner-Vorstands fand. Diese Entwicklungen lassen erkennen, dass in der komplexen Welt der Übernahmen nicht nur finanzielle Zahlen entscheidend sind, sondern auch strategische Ziele und langfristige Partnerschaften eine erhebliche Rolle spielen.

