Wann dürfen die Sportler endlich wieder in die Fitnessstudios?

Foto: pixabay / CC0 Creative Commons

Bereits seit über einem Jahr hält die Coronapandemie die Welt in Atem. Eine Zeit, in der unser normales Leben nicht mehr stattfinden konnte. Doch neben geschlossenen Schulen, Universitäten und Restaurants, leiden vor allem die Betreiber von Fitnessstudios unter den Schließungen.

Mit den aktuell stattfindenden Impfungen könnte sich das Leben nun nach und nach wieder normalisieren. Denn auch wenn die meisten Menschen mittlerweile in den eigenen vier Wänden trainieren und sich das nötigste Equipment nach Hause bestellten, ist das Training im Fitnessstudio nicht das gleiche wie das Trainieren Zuhause.

Während der Coronakrise haben viele Menschen die meiste Zeit auf dem heimischen Sofa verbracht. Die strengen Ausgangsbeschränkungen sorgten dafür, dass man sich sogar kaum draußen aufhalten konnte, wenn man sich an die allgemein gültigen Abstandsregeln halten wollte. Einige fürchten nach der langen Zeit, dass man sich im Fitnessstudio blamieren würde, denn die Pandemie hat bei fast allen von uns Spuren hinterlassen.

Manch einer fürchtet sich um die eigene Gesundheit, wenn die Fitnessstudios wieder öffnen dürfen. Wie eine Studie von Myprotein herausfand, sind das jedoch nicht die einzigen Gründe. Das geschwächte Leistungsniveau und die lange Abstinenz vom Studio sorgt bei einigen für Unbehagen. Aber wann dürfen wir eigentlich wieder ins Studio und unseren Körper nach der langen und harten Zeit der Coronapandemie wieder stärken?

Kein Ende in Sicht?

Aktuell sprechen die Politiker von der dritten Welle. Für die meisten Menschen fühlt sich der Übergang von der 2. zur 3. Welle eher schwammig an, denn so richtig hatten wir die zweite Welle noch gar nicht überwunden. Zu gering waren die Lockerungen, die sich kaum bemerkbar machten.

Während die Fitnessstudios Mitte März in einigen Bundesländern wie zum Beispiel Hessen wieder öffnen durften, blieben die Studios in Nordrhein-Westfalen geschlossen. Eine einheitliche Regelung für alle Betriebe in der Bundesrepublik ist bislang nicht bekannt. Doch auch wenn die Politiker nun bestrebt sind, dem Virus mit bundesweit einheitlichen Regelungen Einhalt zu gebieten, so kann man noch immer keinen Zeitpunkt benennen, an denen die Fitnessstudios bundesweit wieder öffnen dürfen.

Auch bei einem stabilen Inzidenzwert könnten die Vorgaben für die Hygienekonzepte so streng sein, dass es den Betreibern der Fitnessstudios noch nicht möglich ist, ihre Kunden endlich wieder zu empfangen.

Welche ersten Maßnahmen könnten für Fitnessstudios möglich sein?

Während im Einzelhandel das Click & Meet Konzept im Großen und Ganzen gut aufgenommen wurde, überlegt man, ob dies auch eine Möglichkeit sei, die Fitnessstudios wieder zu eröffnen. Konkret bedeutet dies, dass pro 40 Quadratmeter ein Kunde im Studio trainieren darf. In Hessen probte man dieses Konzept schon kurzfristig, bei dem nur die Sportler trainieren durften, die sich vorher für das Training anmeldeten und ihre Kontaktdaten hinterließen. Außerdem darf in diesem Probekonzept nur mit aufgesetzter Maske an den Geräten trainiert werden.

Ebenfalls war diese Maßnahme an einen Inzidenzwert unter 100 geknüpft. Da die Zahlen wieder steigen, ist fraglich, ob die Betreiber der Fitnessstudios dieses Konzept lange beibehalten können und ob es sich überhaupt auch finanziell lohnt, für nur wenige Kunden zu öffnen.

Kann man sich im Studio schnell anstecken?

Sicher mögen Betreiber sowie Kunden von Fitnessstudios besorgt sein, wie hoch das Infektionsrisiko im Studio selbst sein kann. Immerhin teilen sich die Sportler hier die unterschiedlichen Gerätschaften, atmet verstärkt und schwitzt auch. Doch Studien zeigen auf, dass das Infektionsrisiko in einem Fitnessstudio relativ gering ist. In Zahlen ausgedrückt stellten die Wissenschaftler fest, dass bei 100.000 Besuchen im Fitnessstudio gerade mal 1,12 Infektionen stattgefunden haben. In anderen Bereichen wurden deutlich höhere Werte festgestellt.

Grund für das geringe Infektionsrisiko sind vor allem die modernen Lüftungsanlagen, die auf hoher Leistung für eine gereinigte Luft sorgen. Ebenso haben die Fitnessstudiobetreiber gute Hygienekonzepte entwickelt, die das Infektionsrisiko in ihren Studios minimieren.

Starke Einbußen für die Betreiber von Fitnessstudios

Die weltweite Wirtschaft ächzt unter der Coronakrise. Nicht nur Restaurantbetreiber oder Besitzer von Diskotheken, auch die Betreiber von Fitnessstudios haben enorme Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Rund ein Viertel der Einnahmen fielen weg, da nur wenige Kunden in den kurzzeitigen Lockerungsphasen in den Studios trainieren durften. Mehr als 1,35 Millionen Sportler kündigten ihre Verträge. Ganz klar, denn auch die Arbeitnehmer hatten ihre Jobs verloren und durch Kurzarbeit ihr Gehalt einschränken müssen. Wer da sparen musste, der kündigte den Fitnessvertrag.

Wie geht es nun weiter?

Für Fitnessfans bedeutet dies, dass eine Wiederkehr in die Fitnessstudios aktuell wohl noch in weiter Ferne liegt. Ein einheitliches Konzept, dass den Sportlern bundesweit ermöglicht, sich zu orientieren, ist auch nicht in Sicht. Es bleibt zu hoffen, dass sich das Infektionsgeschehen bald deutlich verringert, sodass man sich schon bald wieder in die Sportstudios begeben kann.

Sport / Fitness / Corona / Fitnessstudios
13.04.2021 · 08:17 Uhr
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