Wacker Chemie: Herausfordernde Zeiten für die Branche
Wacker Chemie sieht sich in einem anhaltend schwierigen Marktumfeld und hat deshalb seine Prognosen für 2025 nach unten korrigiert. Das Unternehmen rechnet nun damit, dass der Umsatz an der unteren Grenze der zuvor erwarteten Spanne von 5,5 bis 5,9 Milliarden Euro liegen wird. Auch beim Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erwartet der Vorstandsvorsitzende Christian Hartel einen Wert in der unteren Hälfte der vorhergesehenen 500 bis 700 Millionen Euro, was auf dem Niveau der durchschnittlichen Analystenerwartungen liegt.
Das Marktumfeld bleibt hart, insbesondere in Europa, unterstreicht Hartel. Die wirtschaftliche Lage sei angespannt mit schwächendem Nachfrageverhalten und intensivem Wettbewerbsdruck, vor allem aus China. Im dritten Quartal sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 6 Prozent auf 1,34 Milliarden Euro.
Das operative Ergebnis (Ebitda) verringerte sich um fast 25 Prozent auf 111,7 Millionen Euro, übertraf aber dennoch die Prognosen der Analysten. Trotz dieser leichten Übererfüllung musste das Unternehmen netto einen Verlust von über 82 Millionen Euro hinnehmen, im Gegensatz zum Vorjahreszeitraum, in dem ein Gewinn von fast 34 Millionen Euro erzielt wurde.

