Volatile Märkte: Technologiewerte ziehen EuroStoxx 50 in die Tiefe
In einem turbulenten Marktumfeld führten erhebliche Kursverluste bei Technologiewerten zu einem Rückgang des EuroStoxx 50 um 0,70 Prozent auf 5.891,95 Punkte. Besonders betroffen war SAP, dessen Aktien nach der Veröffentlichung enttäuschender Quartalszahlen um beachtliche 16 Prozent fielen. Auch in den USA enttäuschte Microsoft die Anleger mit ähnlich großen Kurseinbußen, was durch die angespannte geopolitische Lage weltweit noch verstärkt wurde.
CMC Markets-Analystin Christine Romar betonte die Bedeutung der derzeitigen Goldpreisschwankungen, welche die derzeitige Unsicherheit der Anleger widerspiegeln. Besonders im Hinblick auf die Möglichkeit eines erneuten Angriffs der USA auf den Iran könnte dies für weitere Unruhe sorgen.
Abseits des EuroStoxx 50 präsentierten sich die Märkte erfreulicher: Der britische Leitindex FTSE 100 verzeichnete einen Anstieg um 0,17 Prozent auf 10.171,76 Punkten und auch der schweizerische SMI konnte um 0,95 Prozent auf 13.147,93 Zähler zulegen.
Im europäischen Technologiesektor wurden die höchsten Rückgänge mit einem Minus von 3,9 Prozent verzeichnet. SAP enttäuschte nicht nur durch die aktuellen Geschäftszahlen, sondern auch durch vage Zukunftsaussichten im Bereich Cloudsoftware. Gleichzeitig waren auch der Chemiesektor betroffen, wo Givaudan aufgrund eines unter den Erwartungen liegenden organischen Wachstums einen Rückgang von 6,8 Prozent hinnehmen musste.
Ein Lichtblick war der starke Auftragseingang im vierten Quartal, der die Aktien von ABB in Zürich auf ein Rekordhoch katapultierte. Die Papiere des Industriekonzerns stiegen um 8,5 Prozent und zogen damit auch die Werte von Schneider Electric und Siemens nach oben, die um 2,6 bzw. 2 Prozent im EuroStoxx zulegten.

